
UBC-Frauen vor Heimauftakt gegen Vizemeisterinnen
1. Oktober 2026(ts) Die neuformierten Uni Baskets Münster haben die erwartet schwere erste Auswärtspartie der Saison bei den heimstarken EN Baskets Schwelm gewonnen: Nach längeren Problemen in beiden Halbzeiten setzten sich die Uni Baskets am Samstagabend vor fast 1.000 Fans im Westfalenduell über starke Schlussphasen in beiden Hälften verdient mit 80:75 (41:35) durch. Die Mannschaft von Trainer Götz Rohdewald trotzte schwierigen Phasen, führte in der zweiten Halbzeit durchgängig, produzierte aber zu viele Fehler und reiht sich nach zwei Spieltagen in das Spitzenquartett noch ungeschlagener Klubs ein.
Nervöser Beginn
Es brauchte ein paar Minuten, bis die Uni Baskets ihre Energie auch in Zählbares umwandelten. Der Gastgeber hatte den erwartet physischen Spielstil sofort implementiert und traf besser in der punktearmen Auftaktphase. Nach einem 2:9-Fehlstart zogen die Münsteraner das Tempo- und Intensitätslevel an, kamen über einen 7:0-Lauf und dem ersten Dreier von Cosmo Grühn nach feinem Anspiel des stark aufspielenden Robert Merz zum Ausgleich (9:9, 7.). Der Gastgeber führte nach zehn Minuten 15:14, weil sich beide Offensivreihen schwer taten.
Starke Schlusssequenz bringt Pausenführung
Zu Beginn des zweiten Viertels checkte Münsters Offensive dann aber ein, erspielte sich jetzt bessere Abschlüsse und offene Würfe. Resultat war der Wechsel der Führung, die aber knapp blieb. Nur kurzzeitig konnten sich die Uni Baskets nach vier Freiwurfzählern in Folge von Adam Touray, der bisweilen überhart bearbeitet wurde, leicht absetzen (24:30, 14.). 16:16 Turnover zur Pause zeugten zwar von einem umkämpften, aber alles andere als hochklassigen Westfalenduell.
Einmal noch konnte der Gastgeber die Führung nach einem 7:0-Lauf zurückerobern (35:30, 16.), ehe die Uni-Städter ihre bärenstarke Schlussphase des ersten Durchgangs über ein Dreipunktspiel von Robert Merz einläuteten. Plötzlich war der Fokus hoch, die volle Intensität in der Defensive ein Pfund. Cosmo Grühns Doppel-Dreier folgte, Adam Touray versenkte den nächsten Grühn-Distanzversuch per Tip-in zehntelgenau zur Pausensirene: 35:41-Gästeführung nach einem 11:0-Lauf.
Spannung lebt
Nach dem Wechsel gelang in einigen Sequenzen weiterhin nicht alles, aber immerhin zweimal eine Sieben-Punkte-Führung: 37:44 nach Thore Dilschmanns Distanztreffer und 47:54 (28.) nach Thorben Dödings Drive. Die Schwelmer nutzten immer wieder aufflammende Unkonzentriertheiten ihrer Gäste und hielten vor dem Schlussviertel Anschluss (56:59).
Entscheidung vor der Crunchtime
Die Schlussminuten ab Mitte des finalen Abschnitts nach dem hauchdünnen 60:61 gefielen dann den mitgereisten Fans der Uni Baskets wieder deutlich besser. Sie entschädigten über die spielstärkste Phase nach einem 13:3-Run zur ersten zweistelligen und zugleich höchsten Gästeführung (63:74, 36.). Cosmo Grühn hatte seinen fünften und letzten Dreier bei einer klasse 50-Prozent-Quote versenkt. Thore Dilschmann und Robert Merz folgen ihrem Kapitän ebenfalls aus der Distanz zu den nächsten Dreiern. Das Westfalenduell war noch vor der Crunchtime entschieden.
2. Basketball Bundesliga ProB – 2. Spieltag
EN Baskets Schwelm – Uni Baskets Münster 75:80 (15:14/35:41/56:59)
Uni Baskets Münster:
Bandoumel (10/2, 5 Ass.), Döding (2),Dilschmann (14/2, 7 Reb.), Merz (8/1, 6 Reb.), Schmorleiz (2), Dertmann DNP, Pahnke (2), Touray (17), Okafor (4), Grühn (15/5), Nguidjol (6/1)
Topscorer Schwelm:
Harris-Dyson (18)
Viertelergebnisse:
15:14 / 20:27 /21:18 / 19:21
Zahlen & Fakten:
Zweier-Quote: 62% (Schwelm) / 52% (Uni Baskets); Dreier-Quote: 29% / 31%; Freiwurf-Quote: 65% / 74%; Assists: 13 / 16; Rebounds: 34 / 39; Turnover: 26 / 23
Schiedsrichter:
Dr. Lagudka, Gebauer
Zuschauer:
980 (Schwelm Arena)
Die Trainerstimmen zum Spiel
Götz Rohdwald, Cheftrainer der Uni Baskets: „Erstes Auswärtsspiel und man sieht, wie es so laufen kann. Wenn nicht alles so läuft, wie wir es uns wünschen. Wir haben aber auch viel selber dazu beigetragen mit 16 Turnovern in der ersten Halbzeit, wo wir so hektisch spielen und uns damit so unglaublich wehtun. Ich weiß nicht, warum wir so hektisch spielen. Wir haben Erfahrung, wir haben gute Spieler. Wir müssen da mehr Kontrolle haben. Das war das Hauptthema im Spiel. Aber am Ende des Tages haben wir Big Plays gemacht und das Spiel auch zu Recht gewonnen. Aber wir müssen anders spielen. Das steht fest.“
Falk Möller, Cheftrainer der EN Baskets: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Auftreten meiner Mannschaft. Wir haben nach dem schlechten Spiel letzte Woche eine gute Reaktion gesehen und den Favoriten zumindest ärgern können.“
Die Spielerstimmen zum Spiel
Cosmo Grühn (50 Prozent Dreier): „Das war ein Arbeitssieg. Wir haben es uns heute schwerer gemacht, als wir es uns müssen. Mein erster Instinkt nach diesem Spiel ist, dass wir sehr viele Fehler gemacht haben. Sehr viele mentale Fehler. An der Energie hat es nicht gehakt. Wir hatten eine gute Energie und am Ende gewinnen wir es ja auch. Das ist ja auch eine Qualität. Aber ich glaube, wir müssen noch so viele Fehler abstellen. Erste Halbzeit: 16 Turnover. Das kannst du dir nicht leisten gegen kein Team in irgendeiner Liga. Diese Fehler müssen wir abstellen und haben daran noch eine ganze Saison zu arbeiten.“
Robert Merz:„Wir sind sehr zerfahren und nervös ins Spiel gestartet. Wir hatten viele Turnover und Unkonzentriertheiten, die wir besser machen wollen und sollen. 16 Turnover in der ersten Halbzeit sind eine Zahl, die sehr hoch ist. Wir haben uns von Viertel zu Viertel verbessert und über Defense und Intensität ins Spiel gefunden und es nach Hause holen können. Das war ein Pflichtsieg, finde ich. Auswärts in Schwelm ist immer sehr schwer. Da werden sich auch noch andere schwertun. Ich bin froh, dass wir dieses Spiel erfolgreich abgehakt haben.“
Robert Merz zu seiner Rückkehr:„Ich fand es für mich heute toll. Ich kenne hier tatsächlich noch fast alle. So viel hat sich nicht verändert. Ich bin sehr positiv und herzlich hier empfangen worden. Dafür möchte ich den Schwelmern noch einmal Danke sagen. Es war eine schöne Zeit. Der Empfang heute war auch toll.“
Samstagabend Heimspiel gegen BBA Hagen Kodiaks
Am kommenden Samstag erwarten die Münsteraner zum 3. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB BBA Hagen Kodiaks in der Halle Berg Fidel (19.30 Uhr, Tickets). Weiter geht die Entwicklung gegen einen ambitionierten, vom langjährigen BBL-Coach Ingo Freyer trainierten Aufsteiger.







