
Uni Baskets müssen Paderborn ziehen lassen
21. Februar 2026(ts) Nach dem so starken Auftritt gegen Leverkusen haben die Uni Baskets beim 67:88 in Paderborn unerwartet arg enttäuscht und sind sich selbst ein Rätsel. „Wir stehen uns gefühlt selber im Weg“, sagte Neil Masnic an alter Wirkungsstätte. GAMEDAY.MS hat weitere Stimmen für euch gesammelt:
Die Trainerstimmen
Götz Rohdewald, Cheftrainer der Uni Baskets: „Unsere Geschichte ist relativ schnell erzählt. Im ersten Viertel, in dem wir nicht verteidigt haben, geben wir 28 Punkte ab, was inakzeptabel ist. Und die zweite Halbzeit, in der wir den Ball wegschmeißen, und nicht nur wegschmeißen, sondern auch so, dass Paderborn jedes Mal Eins-gegen-Null-Korbleger kriegt. Das bricht einem das Genick. 22 Ballverluste: So kannst du kein Spiel gewinnen. Es ist auch nicht das erste Mal, dass wir es so machen. Das ist das größte Problem und dann kannst du auch versuchen, was du willst, aber da machst du nix mehr gegen. Da kannst du verteidigen, irgendwas im Angriff versuchen. Wenn du den Ball jedes Mal wegwirfst: keine Chance! So einfach ist das für uns gewesen. Wir müssen es irgendwann schaffen, dieses Problem zu lösen.“
Milos Stankovic, Cheftrainer Paderborn Baskets: „Ein sehr wichtiger Heimsieg. Es war eine sehr gute Teamleistung, vor allen Dingen in der zweiten Halbzeit defensiv. Im zweiten Viertel war ich nicht zufrieden. Wir haben zu statisch gespielt, defensiv Probleme gehabt, inside McMullen und Alston zu lösen. Aber in der zweiten Halbzeit haben wir sehr gute Defense gespielt. 27 Punkte haben wir da kassiert, insgesamt 67 gegen eine Mannschaft, die offensiv wirklich sehr viel Potenzial hat. Auf diese Defensive haben wir, wie Götz schon gesagt hat, ein paar einfache Fastbreaks und Korbleger kreieren können. Dadurch haben wir auch Rhythmus in der Offense gekriegt, wo wir auch gut von außen getroffen haben.“
Die Spielerstimmen:
Cosmo Grühn: „Offensiv muss man leider sagen, dass 22 Turnover und 7 Assists die alte Problematik, die sich auch in den letzten Spielen, die wir verloren haben, gezeigt hat, wiederholt haben: Wir schaffen es nicht, konstant richtige Entscheidungen zu treffen. In der Offensive und der Defensive sind es auch viele mentale Fehler, aber insbesondere auch einfach schlechtes Eins-gegen-eins-Verhalten, bei dem wir den Gegenspieler nicht gut vor uns halten können und zu einfach geschlagen werden. Gleichzeitig kriegen wir aber auch in der Hilfe keine Rotation hin, was viele, viele einfache Punkte für die Gegner gab. Und dann geht der Sieg für ein Team, das echt gut gespielt hat und ein bisschen mehr Herz bewiesen hat als wir, in Ordnung.
Es ist jetzt natürlich die Hoffnung, dass wir irgendeine Form von Konstanz über das FIBA-Break finden können und dann die letzten 10 Spiele zumindest halbwegs auf einem konstanten, soliden Niveau zu Ende spielen können.“
Neil Masnic: „Wir sind im zweiten Viertel zurückgekommen. Andrew hat die Dreier getroffen und wir nur 13 Punkte vor der Pause zugelassen. Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, was dann passiert. Unsere Körpersprache war nicht gut genug. Wir waren in der Halbzeit nur einen Punkt hinten. Eigentlich haben wir sie da und lassen sie dann machen, was sie wollen. Wir müssen einfach vielmehr dagegenhalten, müssen bessere Executions machen und laufen die Plays nicht. Die ziehen es einfach bequem durch. Wir stehen uns gefühlt selber im Weg.“







