
Uni Baskets gieren in Paderborn nach nächstem Erfolg
18. Februar 2026
„22 Ballverluste: So kannst du kein Spiel gewinnen.“
21. Februar 2026(ts) Die Uni Baskets Münster wehrten sich lange, doch im Schlussviertel fehlten der sichere Ballvortrag und die defensive Abstimmung gänzlich: Am Freitagabend unterlag die Mannschaft von Götz Rohdewald vor 1.864 Zuschauern in der fast ausverkauften Maspernhalle bei den Paderborn Baskets 67:88 (40:41). Die Münsteraner hatten im zweiten und dritten Viertel nach guten Defensivsequenzen mehrfach die Chance, dem Spiel gegen einen keineswegs übermächtigen Gegner ihren Stempel aufzudrücken. Doch die Unistädter erlaubten sich nach ihrer zweiten Führung (42:41) zunehmend und in den letzten 10 Minuten haarsträubende Ballverluste, mussten Paderborn so nicht nur im Westfalenduell, sondern auch in der Tabelle ziehen lassen.
Paderborn setzt sich früh ab
Cheftrainer Götz Rohdewald musste wie gewohnt auf die potenziellen Starter Touray, Hodges, Ferber und Taylor verzichten. Beide Teams starteten fokussiert in die Begegnung. Cosmo Grühn sorgte für die ersten fünf Baskets-Zähler zur knappen Auftaktführung der Gäste (4:5, 2.). Dann aber hatten die Münsteraner große Probleme, defensiven Zugriff zu finden, und lagen schnell nach einem 0:10-Lauf 5:14 zurück (4.). Klasse zunächst noch ihre Antwort per 7:0-Lauf zum 12:14 – mit einem allerdings nur kurzzeitigem defensiven Zwischenhoch. Kaum ausreichendes Verhalten beim Rebound und grundsätzlich in der defensiven Rotation machten es dem Gastgeber für seine erste zweistellige Führung leicht (28:18, 10.).
Uni Baskets schließen auf
Über das Dreipunktspiel noch vor der Viertelpause und den Korbleger nach langer Hangtime von Philip Alston entwickelten die Uni Baskets spürbar mehr Energie (30:23, 11.). Plötzlich war ihre Defensive effizient, schnelles Umschalten sorgte für frühe Paderborner Teamfouls. Ganze 13 Punkte ließen die Münsteraner in den 10 Minuten vor der Pause zu. Philip Alston war kaum zu stoppen, aber offensiv fielen die Würfe anderer Protagonisten zunächst nicht, um die Spielkontrolle vollends zu übernehmen. Andrew O’Brien polierte dann doch zweifach in Kürze die ernüchternde Dreierbilanz auf und Cosmo Grühn zeigte sich Sekunden vor der Pause durchsetzungsstark am offensiven Brett: Der Rückstand war vor dem Seitenwechsel beinahe getilgt (41:40).
Führung nach Wiederbeginn
Nach dem Seitenwechsel ging es für die Uni Baskets zunächst noch positiv weiter. Nick McMullen sorgte für den Führungswechsel zum 41:42. Der Zugriff auf die Partie war über eine solide Defensive durchaus da, aber das Team von Götz Rohdewald fand keine größere Sicherheit in der Offensive. Es hielt zwar über Dreier von Oli Pahnke oder Neil Masnic immer Anschluss (56:52, 27.). Dennoch fanden sich bei den Unistädtern zur letzten Viertelpause erst sechs Assists wieder. Sie bewegten den Ball einfach nicht genug. 60:54 vor dem Schlussabschnitt.
Einbruch am Ende – 15 Turnover in 2. Halbzeit
Nachdem sie sich im dritten Viertel über viel Energie im Spiel gehalten hatten, waren die Baskets im Schlussviertel früh weit entfernt von einem Wechsel des Momentums. Die Münsteraner raubten sich mit – teils haarsträubenden – Ballverlusten selbst aller Illusionen. Der Gastgeber blieb so problemlos im knapp zweistelligen Bereich vorn und spielte mehr und richtig gut zusammen als sein einbrechender Gegner. Mit einem 12:0-Lauf in den letzten 70 Sekunden zogen erst im Schlussabschnitt abgezockte Paderborner auf 21 Punkte davon. Eine lange zumindest erträgliche Niederlage wurde zu einer bitteren. Nichtsdestotrotz macht die anstehende Länderspielpause über viele Trainingseinheiten Hoffnung auf eine effektivere Integration der Neuen und eines quasi „Neuen“.
2. Basketball Bundesliga – 24. Spieltag
Paderborn Baskets – Uni Baskets Münster 88:67 (28:21/41:40/60:54)
Paderborn Baskets:
Osawe (21, 10 Reb.), Maughmer (4), Silic (3/1), Teichmann (5/1), Brüggemann, Marty-Decker (13/3), Bühner (4), Johnson, Worku (18/2), Kröger, Klussmann (20/3)
Uni Baskets Münster:
O’Brien (6/2), Viefhues (1), McMullen (8), Dilschmann (2), Masnic (5/1), Döding DNP, Pahnke (7/1), Grühn (11), Ani (2), Jones Jr. (8/2), Alston (17)
Viertelergebnisse:
28:21 / 13:19 / 19:14 / 28:13
Zahlen & Fakten:
Zweier-Quote: 45% (Paderborn) / 58% (Uni Baskets); Dreier-Quote: 45% / 25%; Freiwurf-Quote: 100% / 79%; Assists: 18 / 7; Rebounds: 34 / 32; Turnover: 13 / 22
Schiedsrichter:
Mitrovski, Jelenic, Kammann
Zuschauer:
1.864 (Sportzentrum Maspernplatz, Paderborn)
Nach Länderspielpause gegen Bayreuth
Die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA geht am kommenden Wochenende in die Länderspielpause. Die Uni Baskets Münster finden sich nach einer mehrtägigen Regenerationspause wieder in der kommenden Woche zusammen, um sich zunächst auf das Heimspiel des anstehenden Doppelspieltags vorzubereiten. Am Freitag, 6. März, um 20.00 Uhr, ist der BBC Bayreuth in der Halle Berg Fidel zu Gast (Tickets). Zwei Tage später reisen die Uni Baskets an die Nordsee zu den Eisbären Bremerhaven (Sonntag, 8. März, 15.00 Uhr).








