
Fan-Hinweise zum Heimspiel gegen Bayreuth – Bestes Fahrradwetter
5. März 2026(ts) Riesen-Enttäuschung für die Uni Baskets und ihren Anhang: Die Münsteraner kassierten nach eigener 44:38-Pausenführung und zwischenzeitlicher 13-Punkte-Führung (16.) noch eine derbe 67:86-Niederlage gegen den BBC Bayreuth. Vor 2.225 Zuschauern verloren die Unistädter in einer ganz schwachen zweiten Halbzeit erst den defensiven Zugriff, dann den Kopf und beide Punkte. Die Mannschaft von Götz Rohdewald verlor damit weiteren Boden im Kampf um den Klassenerhalt. Neun Spieltage vor dem Saisonende liegt sie nun vier Zähler hinter dem rettenden 16. Tabellenplatz, den aktuell die Tigers Tübingen (Heimgegner am 4. April) innehaben.
Touray-Comeback frenetisch gefeiert
Der Wiedereinstieg nach der Länderspielpause stand für die Uni Baskets und ihre Fans unter einem guten Stern: 23 von 24 Spieltagen vermissten sie ihren Center-Energizer Adam Touray schmerzlich. Am 25. Spieltag konnte sich der Vorbildprofi wieder einsatzbereit melden und wurde beim Einlauf frenetisch gefeiert. Erstmals nach seinem Kurzauftritt Ende Januar gegen Crailsheim kurz nach seiner Verpflichtung stand Deshon Taylor im Aufgebot. Somit fehlten Trainer Götz Rohdewald „nur“ noch die Langzeitverletzten Bo Hodges und Julius Ferber.
Ausgeglichenes Auftaktviertel
Beiden Teams war anfangs die besondere Bedeutung der Partie anzumerken. Die Defensivreihen ließen den offensiven Rhythmus der Kontrahenten kaum zur Entfaltung kommen. Münsters erste fünf Zähler besorgte Thore Dilschmann, Nick McMullen die erste Heimführung nach energischem Rebounding Mitte des Auftaktviertels (7:6). Und dann erhoben sich die Baskets-Fans von ihren Sitzen: Adam Touray wurde mit Standing Ovations zu seiner Rückkehr nach fünfeinhalb Monaten Verletzungspause auf dem Feld begrüßt. Wenig später dann Adam-Touray-Sprechchöre, als der Münsteraner seine ersten Zähler beisteuerte (13:14, 8.). Es war angerichtet für einen emotionalen Basketballabend, an dem Curtis Jones Jr. die letzten vier Zähler abgeklärt zur Münsteraner 19:18-Viertelführung folgen ließ.
13-Punkte-Führung
Die Weiterführung der Partie geriet ganz nach Plan. Die Uni Baskets bewegten den Ball nun gut und trafen sechs von acht ihrer Dreier im zweiten Viertel. Deshon Taylor eröffnete den Lauf aus der Distanz. Cosmo Grühns nächster Dreier war spielerisch klasse vorbereitet, sein nächster ebenso zum Fake-Dreier. Spielmacher Thore Dilschmann rundete aus der Distanz glänzend zum 37:24 ab. Es ging mit Standing Ovations auf den Tribünen in die Auszeit des Österreichers Lukas Hofer. Die Uni Baskets wiesen nach, zu was sie spielerisch imstande sein können. Die Abgeklärtheit ihrer erfahrenen Spieler tat ihnen sichtlich gut. Und doch schlichen sich die ersten Vorboten des Leistungsabfalls ein. Münster führte nach dem Dreier von Jason Ani kurz vor der Pause noch 44:32 und doch „nur“ 44:38 nach der ersten Halbzeit. In der Verteidigung ließen die Baskets zwei zu einfache Dreier zu.
Partie kippt nach schwachem Wiederbeginn vollends
Der 6-Punkte-Vorsprung hielt noch bis zum 50:44 (23.), auch die zeitgleich frühen Bayreuther Teamfouls (5:0) hätten den Uni Baskets Hilfestellung leisten können. Rapide absinkende Wurfquoten, auch von der Linie, und schwaches Rebounding im weiteren Viertelverlauf. Der Gastgeber kam nicht mehr gut ins Spiel, verlor sich viel zu viel im Eins gegen Eins und war defensiv kaum noch präsent. Der 2:13-Lauf zum 52:57 kippte eine Partie, in der die Münsteraner bis zur Pause eine durchaus mögliche höhere Führung versäumten, gänzlich. Die Oberfranken spielten mit deutlich mehr Physis als die Gastgeber und strebten in die Transition. Das gelang beständig, aber auch die Bayreuther Quoten blieben zunächst ausbaufähig, so dass die Uni Baskets in dieser zähen Spielphase dranblieben (56:57, 28.), obwohl ihre Ballbewegung abhanden kam. Der knappe Rückstand blieb es nicht, weil der Gast dann besser warf. Gleich 13:27 unterlagen die Münsteraner Viertel zwei – 57:65 vor dem Schlussviertel.
0:11-Lauf besiegelt Niederlage vor der Crunchtime
Den Uni Baskets unterliefen nun in der Offensive Fehler um Fehler. Auch in der Defensive verloren sie komplett den Zugriff. Einer der wenigen Münsteraner Dreier (7 von 25) durch Cosmo Grühn und ein seltenes, tolles Anspiel von Adam Touray auf Thore Dilschmann sorgten für ein kurzes, basketballerisches Aufflackern und noch einmal Spannung (66:71, 34.). Doch dieser seidene Faden der Dramaturgie riss postwendend. Zwei schnelle Bayreuther Dreier zogen den Stecker, der 0:11-Lauf zum 66:82 besiegelte die Heimniederlage noch vor der Crunchtime.
2. Basketball Bundesliga – 25. Spieltag
Uni Baskets Münster – BBC Bayreuth 67:86 (19:18/44:38/57:65)
Uni Baskets Münster:
O’Brien, Viefhues (2), McMullen (10), Dilschmann (14/2), Masnic, Pahnke (2), Touray (3), Tylor (8/1), Grühn (13/3), Ani (3/1), Jones Jr. (10), Alston (2)
BBC Bayreuth:
Sturdivant (14/2), Horn (6), Mart (11/1), Rahming (6/1), Ikejiaku (14), Allen (3), Zeisberger DNP, Brandwijk (11/3), Würmseherm DNP, Nauthon (3), Liedtke (18/3)
Viertelergebnisse:
19:18 / 26:20 / 13:27 / 10:21
Zahlen & Fakten:
Zweier-Quote: 46% (Uni Baskets) / 66% (Bayreuth); Dreier-Quote: 28% / 37%; Freiwurf-Quote: 64% / 63%; Assists: 12 / 15; Rebounds: 29 / 38; Turnover: 10 / 11
Schiedsrichter:
Rupprecht, Müller, Behm
Zuschauer:
2.225 (Halle Berg Fidel, Münster)
davon 361 mit dem Fahrrad
Nur 41 Stunden danach in Bremerhaven
Der Re-Start nach der Länderspielpause hat es in sich: Nur 41 Stunden nach der Schlusssirene gegen Bayreuth nehmen die Uni Baskets schon den nächsten Anlauf für wichtige Punkte, wobei ihr Gastgeber am Sonntagnachmittag der formstarke Aufstiegs-Kandidat Eisbären Bremerhaven ist. Hochball in der Stadthalle ist um 15.00 Uhr (Tickets).








