
Uni Baskts verlieren nach Pausenführung Kopf und Punkte
6. März 2026(ts) Adam Touray hatte sich riesig auf seine Rückkehr auf das Feld der Halle Berg Fidel gefreut. Doch die ganz schwache zweite Halbzeit und folgerichtig auch in der Höhe verdiente 67:86-Niederlage am Freitagabend gegen Bayreuth überlagerten alles. Konsternierte Münsteraner Gesichter allerorten, Cosmo Grühn gar mit Tränen in den Augen, aber glasklaren Aussagen. „ Zu Hause gegen so ein Team mit knapp 20 zu verlieren, ist peinlich. Das kann man nicht anders sagen.“ GAMEDAY.MS war in der Mixed Zone auf Stimmenfang und fasst die Statements der Protagonisten zusammen.
Die Trainerstimmen
Götz Rohdewald, Cheftrainer der Uni Baskets: „In der ersten Halbzeit lief es ganz gut. Wir hätten auch höher führen können, wenn wir im zweiten Viertel ein bisschen fokussierter gewesen wären. Es waren sechs Punkte und wir haben einen guten Rhythmus gehabt. Wir haben vor allem auch gut verteidigt. Das hat uns auch offensiv geholfen. Das dritte Viertel war eine Katastrophe. Defensiv fing es an, 27 Punkte im dritten Viertel. Auch beim Rebound sind wir schlecht geworden und damit fing es an, dass wir offensiv keinen Rhythmus mehr gekriegt haben. Wir haben keine Fastbreak-Situationen mehr bekommen, weil wir keine Stops mehr hinbekommen haben. Dann treffen wir die Würfe von außen nicht, die Freiwürfe nicht, und es zieht sich durch, dass wir insgesamt den Faden verlieren. Aber es fängt an mit der Verteidigung ab dem dritten Viertel, wo wir aus irgendeinem Grund nicht mehr da sind. Es ist schade, weil wir eigentlich gute Chancen gehabt haben, hier was mitzunehmen und mit keinem schlechten Gefühl aus dem Spiel herauszugehen.“
Lukas Hofer, Cheftrainer BBC Bayreuth: „Ich würde gerne zu Anfang sagen, dass es richtig cool ist, in Münster zu spielen. Die Stimmung in der Halle ist echt cool. Auch Hut ab vor der Leistung von Münster. Ich weiß, dass das keine leichte Saison ist. Ich finde eigentlich, dass sie guten Basketball spielen. In der ersten Halbzeit haben sie auch sensationell von außen getroffen. Das hat uns wirklich Probleme gemacht. Es war eine unfassbare zweite Halbzeit von uns. Ich bin echt sehr stolz auf unser Team, wie wir da aus der Halbzeit gekommen sind. Erste Halbzeit war nicht die richtige Körpersprache und unser Tempospiel nicht so, wie wir uns das vorstellen. Zweite Halbzeit haben wir das korrigieren können und ich denke auch, verdient gewonnen.“
Die Spielerstimmen:
Cosmo Grühn: „In der zweiten Halbzeit brechen wir wieder so ein, wie wir es in der Saison schon so häufig hatten. Wir schaffen es offensiv einfach dann nicht, konstant zu executen, unseren Plan auszuführen, den wir haben, machen einfach viel zu viele Fehler. Und in der Defensive schaffen wir es nicht, deren Physis zu matchen. Zu Hause gegen so ein Team mit knapp 20 zu verlieren, ist peinlich. Das kann man nicht anders sagen. In der ersten Halbzeit waren nicht so viele mentale Fehler dabei, haben wir auch unsere Würfe gut getroffen und waren defensiv stabiler.“
Adam Touray: „Es war natürlich schön, von unseren Fans so empfangen zu werden. Da habe ich mich die ganze Woche darauf gefreut. Aber ich hätte natürlich lieber ein anderes Endergebnis gehabt. Wir hätten in der ersten Halbzeit sicherlich auf 15 abziehen können. Dann kommen wir unfokussiert raus. Bayreuth ist physisch da gewesen, wir nicht so. Keine Ahnung, woran das liegt. Es ist natürlich nicht leicht, in so einer Situation wie unserer nicht aufgeregt zu sein. Da muss einfach dann jeder noch einen Schritt nach vorne machen.“








