
Big Points im Abstiegskampf verpasst! 77:82 gegen Tigers Tübingen
4. April 2026(ts) Der Kampf um den Klassenerhalt steuert auf seinen vorläufigen Höhepunkt zu: Die Uni Baskets Münster müssen am Freitagabend (19.30 Uhr) bei den SBB Baskets gewinnen, um als fast schon abgeschriebenes Team das Momentum wieder auf ihre Seite zu ziehen. Mit 18 Punkten stehen die Sachsen-Anhaltiner auf dem ersten Nichtabstiegsplatz 16, den die Uni Baskets (16 Punkte) im Erfolgsfalle am 31. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA übernehmen könnten. Es ist nicht irgendein Spieltag, sondern der vorentscheidende, bei dem die Erinnerung an den 77:67-Hinspielerfolg den Glauben an die eigene Stärke und den Direktvergleich stützt. Treff zum Public Viewing im „Schaf“ ist ab 18.30 Uhr.
Die Ausgangslage der Uni Baskets
Welche Bedeutung das anstehende Treffen in Magdeburg für die Uni Baskets hat, brachte Cheftrainer Götz Rohdewald auf den Punkt: „Das Spiel am Freitag ist vielleicht noch ein klein wenig wichtiger als die anderen Spiele. Es ist ein extrem wichtiges Spiel“, erklärte der 50-Jährige am Mittwoch. „Es ist ein direkter Konkurrent gegen den Abstieg.“ Abgesehen davon gelte ohnehin für die letzten vier Saisonspiele: „Jedes Spiel ist eins, das wir gewinnen müssen.“
Nach zuletzt zwei Siegen hintereinander haben die Uni Baskets Münster die Enttäuschung über ihre Leistung vom Ostersamstag gegen Tigers Tübingen (77:82) zu verdauen. „Wir haben das besprochen, dass wir nicht den Einsatz hatten, den wir brauchen, und dass sich das in den letzten Spielen nicht noch mal wiederholen darf. In keinem der Spiele! Von daher gehe ich davon aus, dass wir daran ansetzen im Spiel, auch im Training.“ Vor allem Rebounding hatte dem Team gefehlt, befand Götz Rohdewald unumwunden, und es wird nun hochinteressant zu sehen, ob die Münsteraner im so bedeutsamen Spiel am Freitagabend wieder gewohnt griffig unter den Brettern auftreten können. War das Rebounding zur Halbzeit im Hinspiel gegen die SBB Baskets mit 18:18 noch ausgeglichen, dominierten die Uni Baskets es in den zweiten 20 Minuten mit 32:20. Die mentale Stabilität der Mannschaft sei gegeben.
„Haben sicherlich unsere Chancen.“
Den Glauben an die eigene Stärke ziehen die Unistädter eben auch aus dem Hinspielerfolg. Einen 14-Punkte-Rückstand kurz vor der Halbzeitpause münzten die Uni Baskets in einen 10-Punkte-Erfolg zum 77:67 um. Das Team von Götz Rohdewald gestattete den SBB Baskets kurz vor Weihnachten mit einer überragenden Defensivvorstellung ganze 26 Punkte in der zweiten Halbzeit. „Warum sollen wir nicht mit Zuversicht dahin fahren? Wir haben sie im ersten Spiel geschlagen, haben aus den letzten drei Spielen zwei gewonnen. Wir haben sicherlich unsere Chancen“, ist Rohdewald überzeugt. „Das können wir jetzt nicht anders sagen. Von daher gehen wir mit Zuversicht in das Spiel.“
Der Gegner SBB Baskets
Der vor vier Wochen verpflichtete Achmadschah Zazai, der nach acht Jahren Eiko Potthast als Cheftrainer folgte, soll den ambitionierten Aufsteiger mit dem Ziel der BBL bis 2030 vor dem Abstieg retten. Eiko Potthast fungiert inzwischen als Co-Trainer beim EuroLeague-Team Paris Basketball. Wie die Uni Baskets hat auch das Zazai-Team am letzten Wochenende einen empfindlichen Dämpfer kassiert. Durch Jalen Johnsons entscheidenden Zweipunktewurf mit der Schlusssirene verloren die SBB Baskets im direkten Duell gegen die Paderborn Baskets 69:71, die sich damit der gröbsten Abstiegssorgen entledigten. Zuvor waren die Wolmirstedter im Aufwind, feierten zwei Siege in Serie – das 82:71 gegen Tübingen und das 92:74 in Bochum.
Der Kern im roten Jersey ist aus dem Hinspiel bekannt und das Team dementsprechend eingespielt. Small Forward Kevin Wohlrath wurde für mehr Kadertiefe Anfang Februar nachverpflichtet. Die in Münster verletzten Henson und Pruitt sind wieder im Aufgebot. „Von daher sind sie personell ein bisschen anders aufgestellt, aber die Hauptakteure waren in Münster und sind auch jetzt dabei. Von ihrer Art zu spielen ist es kaum verändert.“
Den Ball bringen die Spielmacher Daivien Williamson, der die Hauptscoringlast mit durchschnittlich 17,6 Punkten trägt, und insbesondere der Routinier Martin Bogdanov (5,8 Assists pro Partie). Wichtige Abnehmer sind die Small Forwards Travis Henson (13,9 Punkte) und Nigel Pruitt (9,4 Punkte) sowie Center Michael Hughes II (11,8 Punkte), obendrein ein erstklassiger Rebounder. 7,4 Abpraller sammelte der US-Amerikaner ein.
Das Personal
Personell kann der Münsteraner Coach aus dem Repertoire des Aufgebots aus dem letzten Heimspiel gegen Tübingen schöpfen. Die Uni Baskets müssen weiterhin auf Kapitän Cosmo Grühn (Muskelfaserriss), Bo Hodges und Julius Ferber verzichten. „Ansonsten ist alles okay und sind alle fit.“
Das sagen die Trainer
Götz Rohdewald, Cheftrainer der Uni Baskets: „So viel hat der neue Trainer gar nicht umgestellt, in dem, was sie tun. Williamson ist ein unberechenbarer Faktor. Er ist ein sehr guter Scorer, den wir versuchen müssen zu kontrollieren. Wenn Pruitt und Henson heißlaufen, können sie ein sehr großer Faktor im Spiel sein. Ansonsten ist das eine athletische Mannschaft mit dem sehr erfahrenen Point Guard Bogdanov, der die Fäden in der Hand hat. Es gibt einige Teile, die wir beachten müssen.“
Achmadschah Zazai, Cheftrainer der SBB Baskets: „folgt“
Ticket-Infos
Eintrittskarten für die Partie in der Wolfgang-Lakenmacher-Halle in Magdeburg können im Online-Ticketshop der Gastgeber erworben werden.
Die Partie verfolgen
Du bist nicht vor Ort in Magdeburg? Dann geh mit Freunden am Freitag ab 18.30 Uhr ins „Schaf“ am Alten Fischmarkt, wo es echtes Hallenfeeling beim „Watch Together“ gibt. Dort kannst du das Auswärtsspiel live und in voller Länge auf einem 14 Quadratmeter großen, hochmodernen LED-Screen kostenfrei sehen. Kostenpflichtig ist seit Beginn dieser Saison die Liveübertragung auf Sporteurope.TV. Sendebeginn ist dort um 19.15 Uhr, Hochball ist um 19.30 Uhr. Dazu hält euch der LIVE-Ticker auf 2basketballbundesliga.de auf dem Laufenden. Nach der Schlusssirene des Duells gibt es das gesamte Spiel im Re-Live bei Sporteurope.TV und die Pressekonferenz sowie Highlights bei GAMEDAY.MS zu sehen.
Restliche Spiele im Abstiegskampf
Uni Baskets (18., 16 Punkte)
Fr, 10. April, 19.30 Uhr: SBB Baskets – UNI BASKETS (Public Viewing im Schaf)
Sa, 18. April, 19.30 Uhr: UNI BASKETS – Artland Dragons (Tickets)
Sa, 25. April, 19.00 Uhr: VfL Bochum – UNI BASKETS (Public Viewing im Schaf)
Sa, 2. Mai, 19.30 Uhr: UNI BASKETS – Phoenix Hagen (Tickets)
Leverkusen (17., 18 Punkte)
EPG Baskets Koblenz – Bayer Giants Leverkusen
Bayer Giants Leverkusen – SBB Baskets
Bayer Giants Leverkusen – Knights Kirchheim
Artland Dragons – Bayer Giants Leverkusen
SBB Baskets (16., 18 Punkte)
SBB Baskets – Uni Baskets
Bayer Giants Leverkusen – SBB Baskets
SBB Baskets – Artland Dragons
Nürnberg Falcons – SBB Baskets
Paderborn (15., 22 Punkte)
Paderborn Baskets – HAKRO Merlins Crailsheim
Knights Kirchheim – Paderborn Baskets
Paderborn Baskets – Tigers Tübingen
PS Karlsruhe Lions – Paderborn Baskets
Tübingen (14., 22 Punkte)
Artland Dragons – Tigers Tübingen
Tigers Tübingen – EPG Baskets Koblenz
Paderborn Baskets – Tigers Tübingen
Tigers Tübingen – Eisbären Bremerhaven










