
Uni Baskets verstärken ihre Rotation mit Philip Alston
10. Januar 2026
„Was man machen kann: sich trotzdem fokussieren!“
11. Januar 2026(ts) Weiterhin ersatzgeschwächte Uni Baskets Münster kommen einfach nicht voran: Gegen den Tabellenachten Nürnberg Falcons verlor das Team von Götz Rohdewald am Samstagabend vor 2.725 Zuschauern 75:86 (36:41). Dem spielstarken Playoffanwärter war spätestens nach der Pause nicht mehr beizukommen. Zu groß die Mängel der Münsteraner im zweiten und dritten Viertel, um klar überlegenen Mittelfranken Paroli bieten zu können. Mit 80:55 führte der Gast nach 35 Spielminuten, ehe kämpferisch nie aufsteckende Uni Baskets die hochverdiente Niederlage vom Ergebnis her noch erträglicher gestalteten.
Auftaktviertel (23:23) verhieß Spannung
Samstagabend fehlten erneut die Leistungsträger Adam Touray, Bo Hodges und Julius Ferber. Der kurz zuvor verpflichtete Neuzugang Philip Alston (zur Meldung) saß bereits unter den Fans hinter der Teambank. Mit einem 12:9-Start (5.) zeigten sich die Uni Baskets zunächst unbeeindruckt von der Unzufriedenheit mit dem bisherigen Saisonverlauf. Oli Pahnke und Andrew hatten über feine Lay-ups gescort, Cosmo Grühn stellte mit seinem ersten Distanztreffer auf die 3-Punkte-Führung. Nur gut zwei Minuten später hieß es 14:23, die Verteidigung bot Räume an, offensiv blieben Korbleger liegen. Doch der verlorengegangene Fokus kehrte mit dem Shotclock-Dreier von Paul Viefhues zurück, der auch den Buzzer-Dreier zum 23:23-Ausgleich nach Abschnitt eins setzte.
Zu viele Ballverluste kurz vor der Pause
Im zweiten Viertel erspielte sich bis zum 34:32 (16.) kein Team – nicht einmal phasenweise – Vorteile. Münster ließ bis dahin aber nach guten Defensivsequenzen einige Chancen auf eine höhere Führung liegen. Dann aber schlug der „sechste Gegenspieler“ Ballverlust gnadenlos, fast immer zu einfach, zu. 9:4 Ballverluste, sechs Nürnberger Steals, sorgten nicht für die notwendige Ruhe, weshalb die Uni Baskets kurz vor dem Seitenwechsel wieder deutlicher in Rückstand gerieten (34:41, 19.). Andrew O’Brien linderte über zwei verwandelte Freiwürfe etwas den Frust, sodass die Partie zur Halbzeit aus Münsteraner Sicht knapp blieb (36:41).
Einbruch im dritten Viertel
Nürnberg intensivierte die Defensive massiv nach Wiederbeginn und spielte richtig guten Teambasketball. Unaufgeregt beherrschte das Jung-Team die Szenerie. Unsortierte Uni Baskets verschliefen den Beginn der zweiten Halbzeit gänzlich. 0:9-Lauf – 3:14 wenig später: das nüchterne Resultat des Wiedereinstiegs. Zu diesem frühen Zeitpunkt waren die Münsteraner vorentscheidend in einem 20-Punkte-Rückstand (39:55, 25.). Immerhin fing sich die Baskets-Defense wieder über gutes Rebounding bis zum Viertelende, so dass die Münsteraner die zweite Hälfte des dritten Viertels zumindest wieder ausgeglichen absolvierten. 47:65 vor dem Schlussviertel.
Ergebniskosmetik im positiven Schlussviertel
Alles unter Kontrolle aus Falcons-Sicht? Lange Zeit im Schlussviertel ja, wie sein Verlauf bis zum höchsten Münsteraner Rückstand des Abends von 25 Zählern eindrucksvoll dokumentierte (55:80, 35.). Als längst alles vorbei war, hatten die Gastgeber ihre beste Phase und wendeten eine höhere Niederlage mit Kampfgeist und einigen guten Plays ab, entschieden immerhin das Schlussviertel nach dem fünften Dreier (56 Prozent) des Topscorers des Abends Paul Viefhues für sich (28:21). Vielleicht ein Aufbruch für mehr Selbstbewusstsein – zumal vielleicht schon mit Neuzugang Philip Alston in Kirchheim – nach dem Verbleib im Parterre der Tabelle.
2. Basketball Bundesliga – 17. Spieltag
Uni Baskets Münster – Nürnberg Falcons 75:86 (23:23/36:41/47:65)
Uni Baskets Münster:
O’Brien (7/1), Viefhues (22/5), McMullen (9), Dilschmann, Masnic (6/1), Larry (12/1), Döding DNP, Pahnke (5/1), Grühn (9/3), Ani (5)
Nürnberg Falcons BC:
Whitt (10/2), Eckert (3/1), Köpple, Feneberg (3), Taylor (9/1), Wolf (15/2), Baskin (21/1), Stoiber (9/1), Friederici (12/2) Lagerpusch (4)
Viertelergebnisse:
23:23 / 13:18 / 11:24 / 28:21
Zahlen & Fakten:
Zweier-Quote: 35% (Uni Baskets) / 54% (Nürnberg); Dreier-Quote: 38% / 33%; Freiwurf-Quote: 71% / 100%; Assists: 15 / 23; Rebounds: 39 / 44; Turnover: 19 / 16
Schiedsrichter:
Innal, Kazda, Pott
Zuschauer:
2.725 (Halle Berg Fidel, Münster)
davon 225 mit dem Fahrrad
Mit Neuzugang Philip Alston in Kirchheim?
Am kommenden Freitag reisen die Uni Baskets Münster nach Kirchheim unter Teck zum Duell mit den Knights (Samstag, 19.00 Uhr, Tickets). Ob mit oder noch ohne den potenziellen Neuzugang Philip Alston auf dem Parkett, hängt von den noch abzuwickelnden Formalitäten an verschiedenen Fronten ab. Sicher ist dagegen: Die Fans der Uni Baskets können die Partie wie gewohnt beim Public Viewing im „Schaf“ live sehen. Ab 18.00 Uhr ist Einlass am Alten Fischmarkt im Stadtzentrum Münsters.









