
„Für uns ist jedes Spiel ein Endspiel.“
25. Januar 2026(ts) Zu anderen Teams aufschließen muss das nächste Etappenziel im Abstiegskampf-Marathon lauten: Am Freitag gastieren die Uni Baskets Münster im rund 225 km entfernten Gießen und wollen deshalb endlich wieder einen Punkte-Doppelpack in der Ferne holen. Während sich die Uni Baskets zugleich für die äußerst unglückliche Hinspielniederlage revanchieren möchten, will der wiedererstarkte Favorit 46ers als aktueller Tabellen-7. seinen „Langstreckenlauf“ dem bestmöglichen Playoff-Platz widmen. Hochball ist um 20.00 Uhr. Treff zum Public Viewing für die Baskets-Fans im „Schaf“: ab 19.00 Uhr.
Dem Favoriten Paroli bieten
Die Uni Baskets wollen sich wie schon im Hinspiel beim Favoriten teuer verkaufen. Im jenem unterlagen die Münsteraner erst nach großem Kampf durch einen Gamewinner 3,7 Sekunden vor dem Ende den Gießenern 62:64 (35:36). Ob es erneut ein defensiv geprägtes Spiel wird? „Kann gut sein, dass es wie im Hinspiel ein Low-Scoring-Spiel wird, obwohl wir in dem von außen überhaupt nichts getroffen haben und sonst deutlich mehr Punkte hätten machen können“, meinte Baskets-Coach Rohdewald am Mittwoch. „Wir schauen mal wie sich das Spiel in Gießen entwickeln wird. Ich glaube nicht, dass es ein High-Scoring-Game geben wird.“
Das Personal
Vor den beiden noch ausstehenden Trainingseinheiten berichtete Cheftrainer Götz Rohdewald am Mittwochabend: „Alle sind so weit fit bis hierhin.“ Die Langzeitverletzten Adam Touray, Bo Hodges und Julius Ferber stehen weiterhin nicht zur Verfügung. Der Aufbau von Neuzugang Deshon Taylor erfolgt wohl dosiert. „Man muss einen guten Weg finden, ihn vernünftig zu belasten, ohne dass es der Körper einem übelnimmt, dass wir sowohl von der Physio- als auch von der Trainingsseite die Belastung für Deshon optimal steuern“, erläuterte Rohdewald. „Das sah bisher im Training deutlich besser aus als noch letzte Woche, als er noch den Flug und den Jetlag in den Beinen hatte. Er wird uns mehr helfen können als im ersten Spiel. Einen großen Impact hatte ich da aber auch noch nicht erwartet.“
Der Gegner Gießen 46ers
Summa summarum laufen die Gießen 46ers als aktuell Tabellen-7. den vor der Saison geäußerten Ansprüchen auf den Aufstieg in die BBL noch deutlich hinterher. Immerhin ist die Qualität des Kaders und dessen Breite gegenüber den Vorjahren auf dem Papier noch höher, zumal Viktor Kovacevic nach einem Abstecher in die Slowakei um den Jahreswechsel zurückkehrte. „Wir wollen aufsteigen, dazu möchte ich meinen Teil beitragen“, begründete der 26-jährige serbische Power Forward, dessen Spielberechtigung erst vor der Partie in Karlsruhe vorlag. Positionskollege Abu Kigab suchte dagegen nach nur fünf Wochen das Weite.
Statement-Sieg – Königstransfer Kovacevic
Eine der Gießener Personalrochaden, die eben auch für einen bisher unruhigen Saisonverlauf stehen. „Wenn wir noch über die Playoffs reden wollen, dann ist jetzt jedes Spiel ein Qualifikationsspiel“, sah sich Cheftrainer Bransilav Ignjatovic auch vergleichsweise früh in der Saison vor dem Spieltag des vergangenen Wochenendes gezwungen, seine Mannen in die Spur zu bringen. An eben diesem 19. Spieltag allerdings setzten die Mittelhessen nach dürftigen Auftritten in den Vorwochen ein Ausrufezeichen, lieferten die vielleicht beste Saisonleistung ab und deklassierten Karlsruhe – erstmals mit Kovacevic – auswärts 89:66. Es war für Spitzenansprüche der „erst“ vierte Erfolg in der Fremde im zehnten Auswärtsspiel – einer davon der eben durchaus glückliche im Hinspiel.
Atmosphäre ausblenden
Seine Heimbilanz schraubte das Ignjatovic-Team über den Saisonverlauf auf 6:3. Auffällig dabei: Die drei Niederlagen erfolgten allesamt gegen Topteams (Artland Dragons, Göttingen und Hagen) und unterstreichen den bisherigen Abstand zur Spitzengruppe – Kontrahenten aus der unteren Tabellenhälfte beherrschten die 46ers dagegen in der Heimhalle teils deutlich. Wie immer in Gießen müssen Gäste-Teams als Erstes eine spezielle, hitzige Atmosphäre ausblenden.
„In Gießen wird es natürlich nicht leicht“, weiß deshalb auch Paul Viefhues. Den jüngst für die Wahl zu Münsters Sportler des Jahres nominierten Baskets-Forward wurmte: „Für das Hinspiel habe ich immer noch das Gefühl, das hätten wir gewinnen können und auch sollen. Da bleibt das Gefühl, dass wir das Spiel nicht zu Ende gebracht haben. Das wollen wir uns gerne wiederholen.“ Der 20-Jährige freut sich auf das Wiedersehen mit seinem Co-Trainer bei der U20-Nationalmannschaft, Robin Benzing. „Ein entspannter und cooler Typ. Wir haben im letzten Sommer einige Wurf-Skills zusammen gemacht, aus denen ich viel mitnehmen konnte.“
Das sagen die Trainer
Götz Rohdewald, Cheftrainer der Uni Baskets: „Die Gießener sind mit Sicherheit die erfahrenste Mannschaft in der Liga. Das zeichnet sie in erster Linie aus. Die wissen schon, was sie machen müssen. Sie haben natürlich auch sehr viel Qualität mit Castlin, mit Krajcovic, Kovacevic, den sie zurückgeholt haben, und und und … Ganz viele Spieler, die eine hohe Qualität und hohe Erfahrung haben. Sie haben gute Guards und Benzing, viele Namen, die viel mitbringen und eigentlich eine gute Mannschaft ausmachen. Sie sind sehr abgezockt.“
Branislav Ignjatovic, 46ers-Cheftrainer: „folgt“
Ticket-Infos
Eintrittskarten für die Partie in der Sporthalle Gießen-Ost können im Online-Ticketshop der Gastgeber erworben werden.
Die Partie verfolgen
Du bist nicht vor Ort in Gießen? Dann geh mit Freunden ab 19.00 Uhr ins „Schaf“ am Alten Fischmarkt, wo es echtes Hallenfeeling beim „Watch Together“ gibt. Dort kannst du das Auswärtsspiel live und in voller Länge auf einem 14 Quadratmeter großen, hochmodernen LED-Screen kostenfrei sehen. Kostenpflichtig ist seit Beginn dieser Saison die Liveübertragung auf Sporteurope.TV. Sendebeginn ist dort um 19.45 Uhr, Hochball ist um 20.00 Uhr. Dazu hält euch der LIVE-Ticker auf 2basketballbundesliga.de auf dem Laufenden. Nach der Schlusssirene des Duells gibt es das gesamte Spiel im Re-Live bei Sporteurope.TV und die Pressekonferenz sowie Highlights bei GAMEDAY.MS zu sehen.
Die nächsten Spiele
Fr, 30. Januar, 20.00 Uhr: Gießen 46ers – UNI BASKETS (Public Viewing im Schaf)
Do, 5. Februar, 19.30 Uhr: UNI BASKETS – EPG Baskets Koblenz (Tickets)
So, 8. Februar, 17.00 Uhr: RheinStars Köln – UNI BASKETS (Public Viewing im Schaf)
Sa, 14. Februar, 19.30 Uhr: UNI BASKETS – Bayer Giants Leverkusen (Tickets)
Fr, 20. Februar, 19.30 Uhr: Paderborn Baskets – UNI BASKETS (Public Viewing im Schaf)









