
89:64 gegen Karlsruhe: Uni Baskets und ihre Fans phasenweise wie im Rausch
29. März 2026(ts) Das war ein ganz wichtiger Sieg im Kampf um den Klassenerhalt. Die Uni Baskets haben am Samstagabend mit neuem Glauben, hohem Fokus und dem großen Rückhalt ihrer 2.675 Fans das richtungsweisende Heimspiel gegen die PS Karlsruhe Lions mit 89:64 (45:32) für sich entschieden. Entsprechend groß war die Erleichterung am 6. Atruvia-Day bei den Protagonisten in der Mixed Zone. GAMEDAY.MS hat die Stimmen für euch gesammelt:
Die Trainerstimmen
Götz Rohdewald, Cheftrainer der Uni Baskets: „Mann gegen Mann hatten wir einige Probleme, wie wir gewisse Leute, wie zum Beispiel Ejah, verteidigen wollen. Von daher mussten wir dafür Lösungen haben. Eine davon war die Zone, eine andere haben wir auch, aber nicht so oft gemacht, weil die Zone einfach gut funktioniert hat. Und der Switch hat auch gut funktioniert. Dafür, dass wir das erst eine Woche gemacht haben und wir manchmal Probleme haben mit solchen Dingen, war das sehr gut heute. Die Switching-Defense ist nicht einfach zu händeln und wir haben das sehr, sehr gut gemacht. Wir waren sehr, sehr fokussiert. Das war der Gamewinner. Die Karlsruher haben offensiv nie Rhythmus gefunden.
Dann haben wir mit Deshon und Curtis zwei Spieler, die viele Situationen lösen können und heute tough waren. Aber es war ein Teamerfolg, an dem wirklich alle dran teilhatten und hart dafür gearbeitet haben. So können wir jeden, der hier hinkommt, schlagen.“
Demond Greene, Lions-Cheftrainer: „Seit letzter Woche in Nürnberg zeigen die Münsteraner ein komplett anderes Gesicht als in den Spielen davor. Gegen Nürnberg hat man gesehen, was in diesem Team steckt, und das haben die heute hier zu Hause noch einmal wiederholt. Das hat uns von der Verteidigung her den Rhythmus genommen. 25 Prozent Zweier-Quote ist, glaube ich, die schlechteste Quote, die ich je gesehen habe, dazu noch 29 Prozent Dreier. Und im Gegensatz geben wir 60 Prozent Zweier ab. Da ist der Unterschied. Die haben 48 Punkte in der Zone gescort. Rein theoretisch existierte heute gar keine Verteidigung.“
Die Spielerstimmen:
Kapitän Cosmo Grühn
Zum Neustart: „Wir haben den Damm gebrochen. Man muss auch einfach mal wieder dran glauben. Wir hatten vor Nürnberg in den letzten Spielen alle das Gefühl, dass wir nicht mehr dran geglaubt haben. Dann muss man irgendwie neu anfangen und sich noch mal neu settlen. Das haben wir vor zwei Wochen gemacht, haben uns noch mal getroffen und alle zusammen, gar nicht mal nur im Basketball-Kontext, sozusagen einen kleinen Neustart gemacht. So sieht es halt jetzt aus: Gar nicht mehr dieselben Fehler wie früher, sondern viel überlegter, viel erwachsener. Wir haben mehr Glauben in uns gefunden und machen keine mentalen Fehler mehr, wenn es mal schlecht läuft. Das war in den letzten Wochen das Problem: Wenn es mal schlecht lief, lief es unterirdisch. Wenn es jetzt schlecht läuft, kommen wir aber wieder mit dem Fuß in die Tür.“
Zur veränderten Mannschaft: „Unser Spiel verändert sich natürlich immens, wenn Deshon und Curtis fit sind und die Plays machen, die sie die letzten zwei Spiele gemacht haben. Offensiv ist das natürlich eine große Hilfe, aber in beiden Spielen halten wir die Teams unter 75 bzw. unter 70 Punkten. Das verändert natürlich auch alles, dass wir defensiv wacher sind und intensiver spielen.“
Zur Mentaltiät: „Karlsruhe ist ein Team, das super physisch spielt. Wir haben das nicht nur gematcht, sondern sind da drübergegangen. Wir waren physischer als die. Das haben wir vor zwei, drei Wochen auch noch nicht geschafft. Die Zone hat auch geholfen. Wenn wir die nächsten zwei Spiele holen, dann sieht es plötzlich wieder ganz anders aus. Wenn wir so spielen wie heute, ist das zumindest machbar.“
Andrew O’Brien: „Wir haben heute offensiv und defensiv wirklich zusammengespielt. Wir haben schnell gespielt, mit gutem Rhythmus. Wir haben wirklich als Team gespielt. Es fühlt sich an, als seien wir jetzt ein neues Team. Wir wollten sie mit der Zone überraschen und wir haben das richtig gut umgesetzt, sie haben nicht getroffen und wir waren auch bei den Rebounds aufmerksam. Es fühlt sich wirklich so an, als hätten wir einen Neustart gemacht und neues Selbstvertrauen. Das war heute der letzte Push, wir sind fokussiert und engagiert. Wir sind bereit, den Abstiegskampf zu bestehen. Es ist schön, unsere Fans im Rücken zu haben, die uns immer pushen und unterstützen. Danke an die Münsteraner Fans, wir lieben euch!“
Deshon Taylor: „Ich bin der zweitälteste Spieler nach Adam und habe viele große Spiele in verschiedenen Ligen gespielt. So versuche ich, mit meiner Erfahrung der Mannschaft zu helfen und alles reinzulegen, obwohl ich nicht hundertprozentig fit, vielleicht bei 90 Prozent bin. Der große Run im ersten Viertel hat sehr geholfen, nachdem wir mit unserer Defense immer besser reingekommen waren.“









