
Fan-Hinweise gegen Artland Dragons – nur noch wenige Tickets
17. April 2026(ts) Bittersüßer Abend für die Uni Baskets und ihre Fans: Vor der Saisonrekordkulisse von 2.850 Fans unterliegen die Münsteraner dem Tabellenfünften Artland Dragons nach großem Kampf unglücklich 82:84 (42:45). Bitterer Abend, denn die Niederlage besiegelte für die Unistädter den Gang in die Drittklassigkeit. Süßer Abend, denn die Fans der Uni Baskets zeigten großartiges Gespür, ein Riesenherz für die Mannschaft von Götz Rohdewald und verabschiedete sie stilvoll und mit viel aufmunterndem Applaus. 300 mitgereiste Fans der Artland Dragons machten gemeinsam mit den Baskets-Fans diesen Basketball-Krimi zu einem ganz besonderen.
Neun Führungswechsel im attraktiven 1. Viertel
Das Team von Götz Rohdewald begann schwungvoll und führte nach einem 8:0-Lauf 17:9 nach gut der Hälfte des Auftaktviertels. Einem höchst attraktiven mit 50 Punkten und neun Führungswechseln obendrein. Die Lösungen in der Offensive fanden die Uni Baskets beinahe schon spielerisch leicht bis zu Werfern Curtis Jones Jr., Neil Masnic und ja auch Adam Touray, der seinen ersten Distanztreffer setzte. Doch sich überrollen zu lassen, war nicht das Anliegen der Burgmannsstädter, die über guten Teambasketball, Bruce, Petrone und einen ihrer beiden Topstars Hinton den Spieß umdrehten und zur ersten Viertelpause mit vier Zählern vorne lagen (23:27).
Packende erste 20 Minuten
Die Uni Baskets blieben entschlossen, verteidigten physisch – vor allem über Adam Touray und Jason Ani, die Dragons-Topscorer Amir Hinton häufig neutralisierten. Auf Rückschläge reagierten die Münsteraner im zweiten Abschnitt mit konsequentem Ballvortrag bei guter Ballbewegung (10:8 Assists zur Pause, nur 4 Turnover). Curtis Jones Jr. wurde mehrfach freigespielt und lieferte an diesem Abend klasse Scoring (Topscorer mit 30 Punkten) zunächst einmal zum 29:29-Ausgleich (13.), dann zum 34:37 (16.). Sehenswert wurde es dann, als Adam Touray, der am offensiven Brett enorm beackert wurde – ohne Konsequenzen – seinen schon zweiten Dreier versenkte und auf 42:43 verkürzte. Eine Rarität. 42:45 hieß es schließlich zur Halbzeitpause in einer Begegnung, die in puncto Kampf eine Menge Anschauungsmaterial bot.
Zweistelligen Rückstand postwendend gekontert
Nach dem Seitenwechsel arbeitete das Rohdewald-Team mit viel Herzblut unablässig weiter daran, seinen zwischenzeitlichen mehrfachen Vorsprung wiederherzustellen. Warum nicht immer so! Der Gedanke mag so manchem Fan gekommen sein, der diese Uni Baskets des drittletzten Spieltags gesehen hat. Der Trend, die Artland Dragons legen vor und die Uni Baskets schlossen auf, setzte sich fort. Mitte des dritten Abschnitts verkürzte Adam Touray in einem tollen Kampfspiel auf 48:50. Plötzlich setzten sich die Dragons erstmals zweistellig ab (50:60, 27.), doch deren Freude hielt darüber nur kurz an. Die Halle jubelte stehend, als Andrew O’Brien Thore Dilschmann zum Fastbreak auf die Reise zum 8:0-Lauf und dem erneuten Anschluss schickte (58:60, 29.) oder Curtis Jones Jr. den Buzzer-Dreier zum 61:63 nach Viertel drei setzte.
10. Führungswechsel zum 78:76
Einem Crescendo gleich nahm die Intensität und Dramaturgie noch einmal zu. Die Uni Baskets kamen aus der Viertelpause wild entschlossen heraus. Der Vorsprung der Dragons blieb nach Cosmo Grühns Sprungwurf mit feinem Händchen konstant knapp (67:70, 35.). Als Grühn, Masnic und Jones Jr. drei umjubelte Distanztreffer in Folge trafen, schien die Partie den erhofften Verlauf zum Heimsieg zu nehmen. Der zehnte Führungswechsel 78:76 gut zwei Minuten vor der Schlusssirene hatte so lange auf sich warten lassen und brachte die Halle zum Überkochen. Der Rest war Drama: Paul Viefhues traf noch den ganz schweren Dreier (81:82), Amir Hinton blieb abgezockt von der Freiwurflinie (81:84). Deshon Tayloer verwandelte einen Freiwurf, holte den Offensivrebound und verpasste den letzten weiten Dreierversuch.
2. Basketball Bundesliga – 32. Spieltag
Uni Baskets Münster – Artland Dragons 82:84 (23:27/42:45/61:63)
Uni Baskets Münster:
O’Brien (6 Ass.), Viefhues (3/1), Dilschmann (2), Masnic (14//4), Pahnke, Touray (17/2, 9 Reb.), Taylor, Grühn (14/2), Ani, Jones Jr. (30/2), Alston (2)
Artland Dragons:
Petrone (10), Kruthaup DNP, Hinton (15), Lanmüller (9/3), Anthony (11/1), Ndi (6/1), Bruce (6), Lastring (4), Ruf (5), Burnham (18), Volf
Viertelergebnisse:
23:27 / 19:18 / 19:18 / 21:21
Zahlen & Fakten:
Zweier-Quote: 40% (Uni Baskets) / 50% (Dragons); Dreier-Quote: 44% / 36%; Freiwurf-Quote: 69% / 75%; Assists: 18 / 18; Rebounds: 40 / 39; Turnover: 14 / 14
Schiedsrichter:
Innal, Fingerling, Pott
Zuschauer:
2.850 (Halle Berg Fidel, Münster)
davon mit dem Fahrrad: 485
Westfalenderby in Bochum
Als Nächstes steht am Samstag für die Uni Baskets Münster das Westfalenderby bei den VfL SparkassenStars Bochum auf dem Programm. Die Duelle der Westfalenrivalen waren oft heiß umkämpfte Angelegenheiten. Das Spiel beginnt um 19.00 Uhr in der Rundsporthalle, in der es im Onlineshop der Bochumer noch freie Plätze auch im Gästeblock für Baskets-Fans gibt.









