
„In Münster hat man einen sehr guten professionellen Standard hinbekommen“
2. Mai 2026(ts) Begeisternder und emotionaler Saisonabschluss vor toller Kulisse von 2.650 Fans: Die Uni Baskets Münster haben nach einem leidenschaftlichen Auftritt im letzten Saisonspiel zwar mit 101:128 (47:58) gegen Phoenix Hagen verloren, boten aber einen Riesenkampf und attraktiven Basketball. Und das stark ersatzgeschwächt gegen den mit Topspielern gespickten Tabellenführer. Die Uni Baskets blicken damit auf die mit vier Jahren längste Zweitliga-Zugehörigkeit ihrer Vereinsgeschichte zurück. Trotz ihres Abstiegs schließen die Münsteraner mit 2.456 Zuschauern im Schnitt die Saison 2025/26 in den Top drei der Zuschauerzahlen der 2. Liga ab.
DJ Shimmys Abschied – viel Energie zum Auftakt
Ohne Fünf gingen die Münsteraner in das ungleiche Duell gegen den mit ProA-Topspielern gespickten Tabellenführer. Cheftrainer Götz Rohdewald musste erneut auf Neil Masnic und Philip Alston sowie auf Deshon Taylor und die Langzeitverletzten Julius Ferber und Bo Hodges verzichten. Verzichten musste er noch nicht auf DJ Shimmy, den die Baskets-Fans anlässlich seines Abschieds nach 10 Jahren frenetisch feierten. Viel Energie und Rebounds, aber auch einige Flüchtigkeitsfehler im Fastbreak, dafür gute Wurfauswahl prägten das Münsteraner Auftaktviertel. Zwei zauberhafte Plays zu Andrews O’Briens und Curtis Jones Jr.‘s Dreiern brachten richtig Leben in die brodelnde Halle Berg Fidel (22:23, 7.). Die Uni Baskets gestalteten das Spiel unerwartet offen, hatten sogar Pech, dass der Buzzer-Dreier von Oli Pahnke wegen eines Sekundenbruchteils nicht zählte. 24:28 nach Viertel eins.
Uni Baskets gehen in Führung
Es wogte in hohem Tempo hin und her. Trotz bis zur Pause nur gut 40 Prozent aus dem Feld hatten die Hagener weiter einen ebenbürtigen Gastgeber gegen sich. Und der ging gar in der 14. Spielminute mit 36:34 erstmals in Führung. 2.250 Baskets-Fans waren aus dem Häuschen, 400 Gästefans verstummten. Paul Viefhues hatte den Ball stibitzt, schickte Andrew O’Brien auf die Reise, der per No-Look-Pass zum Dreier für Cosmo Grühn auflegte. Münsters Topscorer Viefhues (25 Punkte) bestätigte die Führung gegen den haushohen Favoriten noch einmal per Fastbreak (41:39, 16.), ehe die die Gastgeber Wurfpech hatten. 0:10-Lauf – Hagen hatte es gedreht. 47:58 zur Pause.
Cosmo Grühn verletzt raus – Standing Ovations
Im dritten Abschnitt erspielte sich der Spitzenreiter rasch eine deutliche 18-Punkte-Führung (52:70, 23.). Hagens namhafte Qualitätsspieler produzierten in der zweiten Halbzeit zuverlässig. Gegen immer weiter dezimierte Uni-Städter. Kapitän Cosmo Grühn verabschiedete sich mit seinem letzten Dreier und kurz danach erneuter Wadenverletzung aus der Saison. Hochemotionale Momente. Standing Ovations und Sprechchöre für eine der Identifikationsfiguren der Uni Baskets in den Zweitligajahren. Adam Touray fehlte über die Hälfte der Spielzeit aufgrund von früher vier Fouls. Und dennoch: Die „Rumpftruppe“ kämpfte mit so viel Herzblut, die Fans honorierten dies begeistert. Gemeinsam hielt man den 18-Punkte-Rückstand auch am Ende des dritten Abschnitts. 73:91 nach dem nächsten von insgesamt sechs Viefhues-Dreiern.
Großer Kampf – grandiose Atmosphäre
Die Uni Baskets übernahmen kurzzeitig die Kontrolle, nachdem sie per 8:0-Lauf noch einmal auf 12 Punkte aufschlossen (82:94, 32.). Doch dann war auch noch Adam Touray nach seinem fünften Foul raus. Und wurde ebenfalls mit Standing Ovations und Sprechchören gefeiert. Münster ohne Sieben. Hagen entschied die Partie endgültig. Lukas Ehrich feierte das Publikum für seine drei Dreier in Folge. Ein 229-Punkte-Festival zum Abschluss. Grandiose Atmosphäre durch beide Fanlager. Das Saisonfinale 2025/25 bot ein rauschendes Basketballfest.
2. Basketball Bundesliga – 34. Spieltag
Uni Baskets Münster – Phoenix Hagen 101:128 (24:28/47:58/73:94)
Uni Baskets Münster:
O’Brien (13/3, 7 Ass.), Viefhues (25/6), Dilschmann (7 Ass.), Döding DNP, Ehrich (9/3), Pahnke (2), Touray (10), Grühn (10/2), Ani (9/1), Jones Jr. (23/5)
Phoenix Hagen:
Graves ()12/2, Nawrocki (16/4), Kraushaar (18/3), Bleck (11), Omuwie (8/2), von Waaden, N’Guessan (), Uhlemann (), Carroll () Rissetto ()
Viertelergebnisse:
24:28 / 23:30 / 26:36 / 28:34
Zahlen & Fakten:
Zweier-Quote: 47% (Uni Baskets) / 74% (Hagen); Dreier-Quote: 43% / 48%; Freiwurf-Quote: 64% / 78%; Assists: 22 / 31; Rebounds: 32 / 47; Turnover: 10 / 11
Schiedsrichter:
Rey, Damm, Behm
Zuschauer:
2.580 (Halle Berg Fidel, Münster)
davon mit dem Fahrrad: 485
Stimmen zum Spiel
Götz Rohdewald, Cheftrainer der Uni Baskets: „Ich bin stolz auf die Truppe, die heute gespielt hat. Diese Jungs haben alles gegeben. Unsere Fans sind der Wahnsinn und die besten der Liga. Das hört sich abgedroschen an, weil das jeder Trainer immer sagt. In solchen Momenten sieht man es halt. Wenn man vorne ist oder gut spielt, ist es einfach. Aber wenn es scheiße läuft und wenn du dann ganz am Ende der Saison die Halle voll hast mit so einer Stimmung: Das ist schon Wahnsinn! Ich bin froh, dass wir hier erhobenen Hauptes das Spiel mit aller Leidenschaft, die wir hatten, gespielt haben.“
Chris Harris, Phoenix-Cheftrainer: „Ich habe fast den Drang, Götz und dem ganzen Verein zu gratulieren, auch wenn die Saison nicht so verlaufen ist, wie man sich das gewünscht hat. Heute war es ein toller Fight, eine wahnsinnige Leistung dieser Münsteraner, die nie aufgehört haben und inspiriert gekämpft und gespielt haben. Die haben uns heute alles abverlangt.
Paul Viefhues: „Es war generell ein sehr, sehr offensiv geprägtes Spiel. Wir haben mit dem Mindset gespielt: Wir haben eh nichts zu verlieren. Vor allem in der Offense hat man das gemerkt, dass wir uns freigespielt haben. Das war so ein bisschen das Egal-Mindset, das man oft im Basketball gut gebrauchen kann. Unsere Fans waren super, die Hagener Fans waren super. Das hat richtig Spaß gemacht.“
Adam Touray: „Unglaublich, dass man so supported wird, obwohl man abgestiegen ist. Unsere Fans feiern noch einmal jeden einzelnen Spieler und die ganze Mannschaft. Das ist unglaublich. Unsere erste Halbzeit war mehr als ordentlich. Es ist bitter, wenn man weiß, man kann sogar gegen den Ersten so stark spielen. Und am Ende der Saison stehst du doch ganz unten, weil du es nicht konstant abrufen konntest. So ist manchmal der Sport.“
Buntes Programm auf der Saisonabschlussfeier am Sonntag
Bevor es in die Sommerpause geht, laden Mannschaft, Verantwortliche und Mitarbeiter der Uni Baskets Münster alle Fans herzlich zur Saisonabschlussfeier am Pascal-Gymnasium ein! Los geht es Sonntag ab 14.00 Uhr auf dem Schulgelände und gipfelt um 17.00 Uhr im WBV-Pokalfinale der 1. Damen des UBC Münster gegen BBZ Opladen.
Saison 2026/27 beginnt am 25. September
Die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB startet am 25. September dieses Jahres in die Saison 2026/2027. Alle Daten gibt es hier auf einen Blick.











