
Lukas Freitag, Heikki Humpert und Leonard Dertmann im Aufgebot
6. August 2026(ts) Unbekannte Rufnummer! „Ich war ziemlich aufgeregt, als da auf einmal jemand angerufen hat, den ich nicht eingespeichert hatte, aber ahnte, dass es Franz Wagner sein könnte“, schildert Lukas Freitag. Der 17-Jährige ist eines von drei Talenten aus dem UBC-Nachwuchsprogramm im Aufgebot der Uni Baskets (zur Meldung). Höchst persönlich lud der NBA-Star und Weltmeister den Youngster zur neu mit Bruder Moritz ins Leben gerufenen Wagner-Academy nach Berlin ein. Und die war ein Erlebnis, das bleibt! Auch für Baskets-Co-Trainer Felix Engel: „Es war wirklich eine unfassbare Erfahrung.“
Das Telefonat „musste ich erst einmal verarbeiten, bevor ich überhaupt begriffen habe, was passiert war. Spielerisch war das Camp dann über das ganze Wochenende sehr anspruchsvoll mit einer guten Competition. Wir haben unter anderem an unseren Handlings, Pässen und Finishes gearbeitet“, erzählt Lukas Freitag, der zu den 24 eingeladenen, talentiertesten U19-Spielern aus ganz Deutschland zählte. „Nobody grows alone”, lautete das Motto der Premiere der dreitägigen Wagner-Academy von Franz und Moritz Wagner.
„Zwei NBA-Stars, nahbar, mittendrin“
Mit dabei im Trainerteam der Wagner-Brüder war neben dem Athletiktrainer der deutschen Nationalmannschaft Arne Greskowiak von den Uni Baskets Co-Trainer Felix Engel, der schwärmt: „Über drei Tage verwandelte sich die Max-Schmeling-Halle in Berlin in eine Bühne für etwas, das es in dieser Form im deutschen Nachwuchsbasketball noch nie gegeben hat: ein Rundum-Konzept auf einem Niveau, das man in Deutschland sonst nur aus dem Profibereich kennt. Und dann standen da Franz und Moritz. Sie waren einfach da. Mitten in den Trainings, mal als Gegenspieler, mal als Mitspieler und mal als Coach.“ Beispielsweise „hat Moritz mich im Training in einer Trinkpause einmal zur Seite genommen und mir einen Tipp gegeben, wie ich mich besser gegen kleinere Spieler aufposten kann“, nahm Lukas Freitag eine der vielen Hilfestellungen des NBA-Profis dankbar an.
Neben aller Professionalität begeisterte Felix Engel „die Selbstverständlichkeit, mit der Franz und Moritz Wagner zu Trainern wurden, und die Authentizität, mit der beide mit den Jungs umgingen. Zwei NBA-Stars, greifbar, nahbar, mittendrin, die einen Vibe schufen, in dem sich jeder Einzelne gesehen fühlte. Sie standen nicht am Rand, sie waren an den Stationen dabei, coachten in den Spielformen vom Eins-gegen-Eins über Drei-gegen-Drei bis hin zum Fünf-gegen-Fünf und gaben Tipps, die man sonst nirgends bekommt: aus erster Hand, von zwei Spielern, die es bis ganz nach oben geschafft haben.“
In offenen Gesprächsrunden öffneten die Wagner-Brüder darüber hinaus ihren Erfahrungsschatz aus Profileben und NBA und gaben ihn ungefiltert an die nächste Generation weiter. „Außerhalb der Trainings hatten wir auch immer die Gelegenheit, Franz und Moritz Fragen zu stellen. So haben sie uns auch in einem Talk erzählt, wie wir mit Agenten und Managern umgehen können“, beschreibt Lukas Freitag. Den 17-Jährigen, der in seine erste ProB-Saison mit den Uni Baskets gehen wird, interessierte besonders: „Ich habe Franz auch gefragt, wie er gut mit Druck in stressigen Situationen umgehen kann. Dadurch habe ich jetzt ein paar Möglichkeiten, wie ich persönlich damit nächste Saison besser umgehen kann.“
„Eine tolle Erfahrung“
Ab dem 12. August geht es für Lukas Freitag und Felix Engel gemeinsam in die Saisonvorbereitung, in die beide ihre neuen Erfahrungen einbringen können. „Menschen sind keine Projekte, die man optimiert. Sie entfalten sich, wenn jemand ihnen zutraut, dass sie es können. Und genau das haben Franz und Moritz drei Tage lang gemacht“, bilanziert der Co-Trainer der Uni Baskets das Berliner Wochenende.
Für den Youngster Lukas Freitag „war es insgesamt eine tolle Erfahrung, die mich persönlich und spielerisch weitergebracht hat. Was ich während der Academy und von Franz und Moritz Wagner gelernt habe, kann ich auch in die nächste Saison mit den Uni Baskets nehmen.“ Ob in dieser dann die Überraschung des ersten Tages eine Rolle spielen wird oder eher einen Ehrenplatz erhält, bleibt abzuwarten. Die Wagner-Brüder überreichten jedem Spieler ein echtes Unikat: einen weißen adidas-Schuh mit einem persönlichen Slogan in kleiner Graffiti-Handschrift. „Auf meinem Schuh steht Dream, LF 15, versehen mit blauen Streifen.“









