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24. September 2026(ts) Die letzte Vorbereitungswoche vor dem Saisonstart 2026/27 ist beinahe um. In diesen Tagen arbeitet die Mannschaft von Götz Rohdewald bereits am Feinschliff für den Saisonauftakt am Samstag gegen die Itzehoe Eagles in der Halle Berg Fidel (19.00 Uhr, Einlass ab 18.00 Uhr, Tickets, kostenlose Studi-Tickets). In der Saisoneröffnungs-Pressekonferenz sprach der Cheftrainer der Uni Baskets über …
… seine Gedanken am Ende der Vorbereitung vor dem Saisonstart: „Uns war wichtig, dass wir eine Identität haben, die in Uneigennützigkeit eine Säule hat, und auf der anderen Seite eine hohe Energie als Mannschaft, offensiv und defensiv, dass wir sehr aggressiv spielen. Dann wollen wir natürlich als Mannschaft sehr gut funktionieren und eine gute Energie sowie ein gutes Mannschaftsgefüge haben. Und all diese Dinge haben wir jetzt schon auf einem sehr guten Level. Von daher bin ich sehr zufrieden mit unserem jetzigen Stand.“
… die Enttäuschung des Abstiegs in eine Aufbruchstimmung zu wandeln: „Neue Motivation habe ich ziemlich schnell gehabt, auch schon, als es feststand, dass wir absteigen. Mich hat das sehr motiviert, Energie zu kriegen dafür, das wieder gut zu machen. Ich habe das auch in der Mannschaft mitbekommen, bevor ich relativ direkt nach der Saison in Urlaub gefahren bin. Ich habe mich früh mit Spielern unterhalten und habe festgestellt, dass aus dieser Frustration gleich Motivation entstanden ist. Es war gut zu sehen, dass da viel Wille ist, es besser zu machen in der neuen Saison. Das sieht man jetzt auch über die gesamte Vorbereitung, dass alle mitziehen wollen. Alle sind sehr, sehr motiviert.
Natürlich hat mich der Abstieg noch sehr lange beschäftigt. Direkt nach der Saison oder kurz danach konnte ich mit dem nicht abschließen. Das hat noch ein paar Wochen gedauert, aber wenn man sich dann Gedanken macht und nach der Analyse weiß, woran es gelegen hat und was die größten Probleme waren, dann zieht man irgendwann einen Schlussstrich. Dann geht’s nach vorne.“
.. über die Unterschiede der diesjährigen Saisonvorvorbereitung von der letztjährigen: „So ziemlich alles ist anders. Wir sind jetzt spielerisch schon da, wo wir im ganzen letzten Jahr nicht hingekommen sind, was an verschiedensten Dingen liegt. Wir hatten lange Zeit so viele Probleme und überhaupt keinen Spielfluss in der letzten Saison. Ein paar Spieler waren nicht wirklich im Team, was auch alles ausgebremst hat. Jetzt haben wir eine sehr, sehr gute Teamchemie, die Rollen sind klar und wir sind spielerisch halt auch in der Lage, uns zu entwickeln, was letztes Jahr sehr, sehr zäh war. Neue Inhalte reinzukriegen und sich als Mannschaft zu entwickeln, ist dieses Jahr sehr gut möglich. Wir gehen in eine gute Richtung und es macht uns Coaches, allen Spielern und Helge sehr viel Spaß. Kein Vergleich zur letzten Saison.“
… trotz eines ausgefallenen Testspiels und der zwischenzeitlich pausierenden Aufbauspieler Thorben Döding und Emmanuel Bandoumel: „Definitiv ja. Ich weiß gar nicht, ob wir schon mal so weit waren am Ende einer Saisonvorbereitung. Spielerisch funktioniert alles schon auf einem sehr guten Niveau für die paar Wochen, die wir dabei sind. Ich bin selbstbewusst und zufrieden, wie es bisher gelaufen ist.“
„Es geht immer um die Spieler, die Dinge umsetzen können müssen.“
Götz Rohdwald, Cheftrainer der Uni Baskets
… über die Unterschiede in der ProB zur ProA: „Zwei anstatt drei Schiedsrichter sollten jetzt nicht das Riesenthema sein. Wir treffen auf eine andere Art zu spielen. Es wird nicht so athletisch wie in der ProA sein. Gegen Herten haben wir gesehen, dass einige defensive Rotationen des Gegners ungewohnt waren. Darauf muss man sich einstellen. Licht, Körbe und Spielflächen sind von Halle zu Halle unterschiedlich. Wir haben ein tolles Publikum, aber es gibt Hallen wie Nürnberg, die schon sehr, sehr schick sind. Der Standard in der ProB ist deutlich anders. Mit manch einer Atmosphäre muss man erst mal klarkommen und trotzdem voll da sein. Wir dürfen keinen Gegner unterschätzen und müssen einfach alles ausblenden sowie 100 Prozent reinhauen in die Spiele. Sonst wird es schwierig.“
… über die Favoriten der neuen ProB-Saison: „LOK Bernau definitiv, die eine Mixtur aus einer starken Berliner Jugend und drei sehr erfahrenen Ausländern mit sehr hohem Niveau haben. Ich glaube schon, dass die alles tun werden, um aufzusteigen. Das wird sicherlich der Hauptaspirant in unserer Nordstaffel sein. Im Süden ist es sicherlich Leverkusen, die eine sehr starke Mannschaft haben. Und Fellbach hat ganz gut gescoutet und Leitershofen. Und dann wird es auch wie immer Überraschungsteams geben, die einen guten Rhythmus haben oder sich gefunden haben. Ohne bisher viele Spiele gesehen zu haben, werden das die Hauptkandidaten aus meiner Sicht sein.“
… über das, was passen muss, um die von den Spielern angestrebte ProA-Rückkehr auch zu schaffen: „Wenn du aufsteigen willst, kannst du dir nicht viel erlauben, musst du gesund bleiben und sehr fokussiert da sein. Oben schon genannte Themen sind natürlich mit die wichtigsten: Es muss in der Mannschaft stimmen, du brauchst eine gute Rollenverteilung und Teamchemie. Aber du brauchst auch das nötige Quäntchen Glück in den Playoffs, mit der Gegner-Konstellation. Du musst zu dem Zeitpunkt fit sein und Rhythmus haben. Da kann man viel Pech haben oder es kann gut laufen. Auch in der ProA hat man jedes Jahr gesehen, wie schwierig das ist. Selbst Spitzenteams, die alles hatten, sind dann an kleineren Mannschaften gescheitert.“
… über das neue Assistenztrainerteam Felix Engel und Lennart Laufmann: „Ich bin mit meinen Assistenten Felix und Lennart sehr happy. Es ist nicht selbstverständlich, in der ProB zwei Assistenztrainer zu haben. Das ist für uns eine sehr gute Situation. Felix ist ein sehr, sehr guter Typ, hat eine gute Ausstrahlung, bringt eine gute Energie mit ins Training und hat sehr viel Fachwissen auf vielen Ebenen. Mit ihm macht es großen Spaß, sich auszutauschen. Er bringt viel mit für alle. Lennart führen wir noch heran, aber er ist zwei Trainingstage dabei, macht Videoanalysen. Er fuchst sich sehr gut rein. Alle zusammen sind wir ein gutes Trainerteam.
… über die Aufgabenverteilung im Trainerteam: „Ich versuche immer, dass meine Kollegen ihren Input geben müssen und sollen und nicht ich den ganzen Tag im Vordergrund stehe und alles leite. Felix und Lennart leiten Trainingsteile auch alleine. Nur so kann man sich entwickeln. Auch den Spielern tut es gut, wenn sie nicht nur mich hören, sondern auch meine Kollegen. Das funktioniert so im Team und gegenüber den Spielern super.“
… über Eigenverantwortung der Spieler: „Wir treffen uns einmal im Monat mit recht vielen Spielern, mit unseren alten Hasen, und reden über alles Mögliche. Natürlich auch über Trainingsinhalte, hauptsächlich darüber, wie die Spiele laufen, und analysieren mögliche Probleme. Wir möchten wissen, wie man es besser machen kann und wir weitermachen wollen, um nah dran zu sein an den Spielern. Für Coaches ist es manchmal schwierig, weil Spieler vielleicht eine ganz andere Sichtweise haben. So können wir uns gegenseitig updaten und an Stellschrauben drehen. Es geht immer um die Spieler, die Dinge umsetzen können müssen. Wenn es Optimierungsbedarf gibt, dann machen wir das. Ich mag es immer, wenn alle Spieler beteiligt sind und wenn man alle hört. Wenn man auf sie nicht eingeht, tut man sich keinen Gefallen und man verliert Potenzial, das man eigentlich hätte und hätte auch nutzen können. Und wenn die Spieler sagen, wir wollen das so und so machen, stehen sie ja mit ihrem eigenen Anspruch auch komplett in der Pflicht. Dann hast du von ihnen noch mal ein ganz anderes Commitment.“
… über die Kapitänsfrage: „Von der Mannschaft gewählter Kapitän ist weiterhin Cosmo Grühn. Als Co-Kapitän haben wir im Trainerteam Thorben Döding bestimmt.“
… Veränderungen zur neuen Saison: „Wir haben eigentlich alles verändert. Nicht wie wir spielen, das ist nicht komplett anders, aber schon gänzlich anders. Unsere Wechsel sind zum Beispiel deutlich anders. Nach dem letzten Jahr mussten wir uns alle fragen: Was kann man besser machen? Wir wollten nicht einfach so weiterfahren, sondern wir haben die Chance genutzt, alles zu hinterfragen und zum Ergebnis zu kommen: Das ist jetzt unser Weg. Wir haben einige Stellen gefunden, wo man es besser machen kann. Das ‚Positive‘ am Abstieg war, dass wir doch viele Dinge hart hinterfragt haben.“
… über die Saison 2026/27, die eine gute ist, wenn …: „… es so weiterläuft, wie es jetzt ist. Ich gehe jeden Tag happy zum Training und komme auch wieder happy vom Training weg, weil es einfach Spaß macht mit den Jungs. Ich sehe Motivation, ich sehe Zusammenhalt und ich sehe, wenn wir trainieren, dass wir Lust haben, präsent zu sein und besser zu werden. Das macht viel Spaß. Wenn das so bleibt, bin ich schon happy – abgesehen vom Resultat.“









