
Saisonauftakt am Samstag: Uni Baskets empfangen Itzehoe
24. September 2026(ts) Der Saisonstart 2026/27 steht am Samstag gegen die Itzehoe Eagles an (19.30 Uhr, Tickets). In der Saisoneröffnungs-Pressekonferenz sprach Manager Helge Stuckenholz über …
… seine Gedanken vor dem Saisonstart: „Es macht einfach Freude, von unserer Mannschaft wieder schönen, selbstlosen Basketball zu sehen. Mich freut auch, wie die Jungs auf der Bank, auf dem Feld und auch abseits des Balls miteinander umgehen. Das ist das, was wir eigentlich haben wollen. Ich bin bisher mit der sportlichen Entwicklung sehr zufrieden. Schön ist auch, dass sich viele der Jungs perspektivisch in Münster sehen.“
… Chancen für den Basketball-Standort Münster in der ProB: „Die Erfahrungen, die wir in den letzten vier Jahren in der ProA gesammelt haben, nehmen wir mit in die Weiterentwicklung unseres Standorts. Wir sind in der ProA mit unseren Mitteln am Limit gefahren, haben auch erfolgreich gespielt und es irgendwie immer geschafft, drin zu bleiben. Jetzt werden einmal die Karten komplett neu gemischt. Wir können eine neue Identität und neue Prinzipien aufbauen, neu strukturieren und an einem Fundament weiterarbeiten. Wenn wir noch mal in die Lage kommen sollten, in der ProA zu spielen, können wir dann noch reifer reingehen.“
… über die Entwicklung der ProA: „Jedes Jahr kommen zwei Bundesligisten runter. Über unsere vier ProA-Jahre waren es dann acht Bundesligisten mit Erstliga-Standards. Die Leistungsdichte und Professionalität in der ProA sind mittlerweile so hoch. Natürlich wird es da immer schwerer, mit unserer Identität dort dann zu bestehen. Deshalb müssen wir die richtigen Entscheidungen für die Zukunft treffen, um im Falle eines Aufstiegs dann den bestmöglichen Basketball der Uni Baskets in der ProA spielen zu können. Aber jetzt sind wir erst mal in der ProB und das fühlt sich auch richtig gut an.“
.. Risiken und Chancen in der ProB: „Das Risiko ist natürlich, man geht eine Liga runter, und vordergründig ist das ‚natürlich weniger‘ wert. Man kann sich aber auch fragen: Ist nur höher mehr wert? Das wird sich zeigen. Der Basketball, den wir jetzt wieder spielen, und die Energie in der Halle beim Season Opener waren gut und vielversprechend. Diese Energie hat uns auch dazu geführt, in der Abstiegssaison die Halle trotzdem noch voll und von unseren Fans tollen Support zu haben. Die Chance besteht auch in der ProB, dass sich unsere Halle wieder mit guter Energie aufladen wird, für die die Uni Baskets immer standen, was allen Freude bereitet hat, und dann davon auch zu zehren.“
„Jetzt gerade macht unsere Mannschaft alles richtig.“
Helge Stuckenholz
… die neue „alte“ Identifikation: „Wir haben schon jetzt wieder einen recht stabilen deutschen Stamm. Ein Großteil könnte auch im nächsten Jahr zusammenbleiben. Paul und Robert beginnen ihr Studium hier. Thore studiert hier auch, hat für zwei Jahre unterschrieben. Adam hat signalisiert, dass er auf jeden Fall noch weiter spielen will. Cosmo macht einen einjährigen Master in Global Governance. Bei ihm und Oli weiß man noch nicht, wie es weitergeht. Bei Julius beten wir alle. Hinzu kommen Jugendspieler wie Lukas Freitag, der sein Abi macht und sich überragend entwickelt. Eine ausländische Position ist vertraglich auch schon für die ProA safe, die andere könnte sich das auch durchaus vorstellen. Wir könnten wieder Kontinuität mit Nachhaltigkeit erzeugen, wenn wir wieder im ‚Haifischbecken‘ ProA auftauchen sollten.“
… über die Rolle eines Favoriten in der ProB: „Wir kommen aus vier Saisons, in denen wir quasi immer als Underdog in jedes Spiel gegangen sind. In der ProB sind wir eines der Top-Teams. Natürlich sind viele Gegner gegen uns der Underdog und voll angezündet, haben nichts gegen uns zu verlieren. Da musst du ganz stabil abliefern. Was ich bei unseren bisherigen Spielen gesehen habe, gefällt mir deshalb sehr gut. Unsere Spieler spielen einfach immer weiter – mit viel Druck. Zum Beispiel gegen Herten: plus 20, plus 30, plus 40.“
… über organisatorische Standards der Uni Baskets in der ProB: „Im Prinzip hat sich gar nichts geändert, weil wir versuchen, unsere ProA-Standards beizubehalten. Es wäre jetzt ein Fehler, an Standards zu sparen oder für die ProB zu optimieren. Es ist wichtig, dass man einen Standard hält und eher den Verein noch mal breiter aufstellt.“
… über die Basketball-Familie mit zusätzlichen Säulen am Standort Münster: „Durch den Abstieg haben wir uns im Verein den ganzen Standort mit Blick auf die Zukunft angeguckt. Wir möchten unsere in die 2. DBBL aufgestiegenen Damen und die Kooperation mit den Rollstuhl-Basketballern weiter anschieben und so die ganze Münsteraner Basketball-Familie perspektivisch stärken. Wir können im Damen-Basketball mit der Euphorie der gerade zu Ende gegangenen WM in Berlin und im Rollstuhl-Basketball, wo wir jetzt bei der WM knapp gescheitert sind, eine riesige Zielgruppe ansprechen.“
… über Trainingsvoraussetzungen: „Unsere Damen sind jetzt in der zweiten Liga, die Rollis in der ersten Liga und die Uni Baskets in der dritten Liga. Wir wollen in die zweite Liga, haben aber nicht die Trainingsbedingungen dafür. Wenn wir wirklich erfolgreich trainieren wollen, dann müssen wir auch erfolgreich trainieren können. Dafür muss der Raum geschaffen werden, damit sich die drei Säulen auch manifestieren können. Dann könnte jede Säule mal ihre Erfolgsgeschichte haben. Die Rollis holen dann mal vielleicht einen europäischen Titel. Wir gewinnen vielleicht mal unser erstes Playoff-Spiel in der ProA und die Damen steigen vielleicht irgendwann in die erste Liga auf.“
… über Zuschauerzahlen und neue Fans: „Beim Dauerkartenverkauf haben 80 Prozent der letzten Saison verlängert, was nach einem Abstieg okay ist. Für die neue Saison hoffe ich, wieder die 2 im Schnitt unserer Heimspiele vorne stehen zu haben. Ich glaube, dass die ProB-Saison auch eine Chance ist, noch mal neue Fans nachhaltig an uns zu binden. Wenn wir erfolgreich spielen, die Leute Bock auf eine Erfolgsgeschichte haben und die Stimmung gut ist: Das zieht ja auch!“
… über das, was passen muss, um die von den Spielern angestrebte ProA-Rückkehr auch zu schaffen: „Vor ein paar Jahren haben wir mit Björn Harmsen unsere beste Saison ever mit Leverkusen geteilt. Und dann fliegen wir in der ersten Playoff-Runde gegen eine Ulmer Nachwuchstruppe raus, die nichts zu verlieren hatte. Natürlich wollen wir jedes Spiel gewinnen und die Mannschaft will Meister werden. Jetzt gerade macht unsere Mannschaft alles richtig und hat wirklich Spaß, im Moment zu sein und zu gewinnen, sich weiterzuentwickeln. Das bereitet Dich darauf vor, wenn es am Ende wirklich zählt und eng wird. Wenn wir den eingeschlagenen Weg in der gesamten Hauptrunde weitergehen, dann freue ich mich auf die Playoffs. Aber da kann noch so viel passieren. Gerade machen die Jungs und das Trainerteam alles richtig, damit wir eine Chance haben.“








