
Gemeinsamer Spieltag! Uni Baskets X Spinto Münsterland
9. Oktober 2026
„Das war für uns eine toughe Woche mit dem Ausfall von Boe.“
11. Oktober 2026(ts) Drei Viertel gewonnen, aber die 10-Punkte-Hypothek des defensivschwachen Auftaktviertels war zu hoch: 85:87 (39:46) haben die Uni Baskets Münster am Samstagabend einen Crunchtime-Krimi vor 1.900 Fans gegen starke BBA Hagen Kodiaks verloren. Das Team von Götz Rohdewald kassierte trotz individuell klasse Auftritten vom Topscorer des Abends Adam Touray (31 Punkte, Karrierebestwert) oder Cosmo Grühn (Double-Double) und einer 82:80-Führung 1:15 Minuten vor dem Ende die erste Saisonniederlage. 47 zugelassene Rebounds waren nach der dramatischen Schlussphase mindestens einer zu viel (Hagen 40).
Hagen dominiert Auftaktviertel
Trainer Götz Rohdewald musste seinen Kader neu justieren, da mit Small Forward Boe Nguidjol ein Eckpfeiler seiner Mannschaft verletzt ausfiel. Das Publikum sah volle Intensität und hohes Tempo von Beginn an – von beiden Kontrahenten. Nach einem recht ausgeglichenen Start (11:13, 4.). Adam Touray traf zwei Dreier und dunkte, ruckelte früh die Münsteraner Ballbewegung, ebenso zögerlich wurde verteidigt – 13:20. Hagen spielte gut, wie schon an den ersten beiden Spieltagen, traf an diesem Abend aber früh hochprozentig. Mit diesem Selbstbewusstsein warf Hagen auch seine Dreier, vier von acht im ersten Viertel (19:29).
Touray mit 22 Punkten – 7-Punkte-Pausenrückstad
Nach der Viertelpause ging es in hohem Tempo weiter. Münster traf weiter niederschwellig, Hagen kam zu oft spielerisch leicht durch die Defensive der Gastgeber. 50 zu 80 Prozent betrug die Quote im 2-Punkte-Bereich zur Pause. Die über die gesamte Partie schwache Freiwurfquote tat ihr Übriges (57 Prozent). Hagen setzte sich schnell zweistellig ab (23:38, 14.), war auch im Rebounding wacher. Die Uni Baskets attackierten dann bis zur Pause gut die Zone. Vor allem ein Steal von Robert Merz zu Fastbreak-Punkten von Oliver Pahnke ließ die Halle Berg Fidel kurz vor der Pause erstmals erbeben. Die Uni Baskets verkürzten auf 39:46 bis zur Halbzeit – Adam Touray hielt seine Mannschaft mit 22 Punkten bis hierhin im Spiel.
12:0-Lauf zum Führungswechsel
Nur weitere 93 Sekunden später nach Wiederbeginn standen die Baskets-Fans erneut auf den Rängen. Der halbzeitübergreifende 12:0-Lauf sorgte für den ersehnten Führungswechsel (48:46). Die Umstellungen in der Defensive wirkten, die Uni Baskets machten es den Kodiaks nun in jedem Angriff schwer, versäumten aber den Ausbau der Führung, ließen einfache Abschlüsse liegen oder aber bekamen schwere Abschlüsse. Einen versenkte das Energie-Monster Touray gar akrobatisch (58:56, 28.). Standing Ovations! Der Gast verdiente sich nicht nur den knappen Rückstand, insbesondere Gregory Mckay hatte etwas dagegen, sondern holte gar die Führung bis zur letzten Viertelpause zurück (58:63).
Bis zu Krämpfen alles reingelegt
Die Uni Baskets kämpften phasenweise nun mehr mit sich selbst als mit dem Gegner. Vergebene Layups und Freiwürfe dokumentierten die Suche nach letzter Sicherheit oder Automatismen (62:70, 34.). Für die Übernahme war das defensive Rebounding einfach nicht gut genug, offensiv wurde das individuelle Spiel bisweilen zu sehr gezwungen und der zwischenzeitlich gut fallende Dreier ließ wieder auf sich warten. Und trotzdem: Über großen kämpferischen Einsatz waren die Münsteraner – Adam Touray hatte sein Herz bis zu Krämpfen auf dem Court gelassen – mehrfach in der Crunchtime auf einen Punkt dran, das letzte Mal war es beim 85:86 zwei Sekunden vor der Schlusssirene durch den weiten Dreier von Cosmo Grühn zu spät.
2. Basketball Bundesliga ProB – 3. Spieltag
Uni Baskets Münster – BBA Hagen Kodiaks 85:87 (19:29/39:46/58:63)
Uni Baskets Münster:
Bandoumel (21/3), Döding, Dilschmann (5), Merz, Schmorleiz (1), Freitag, Dertmann DNP, Pahnke (9/2), Touray (31/2), Okafor (2), Grühn (16/3, 10 Reb.),
Topscorer Hagen:
Mckay (19)
Viertelergebnisse:
19:29 / 20:17 / 19:17 / 27:24
Zahlen & Fakten:
Zweier-Quote: 51% (Uni Baskets) / 59% (Hagen); Dreier-Quote: 33% / 28%; Freiwurf-Quote: 57% / 77%; Assists: 20 / 20; Rebounds: 40 / 47; Turnover: 13 / 18
Schiedsrichter:
Lohmüller, Blitz
Zuschauer:
1.900 (Halle Berg Fidel, Münster)
Zu Gast beim Aufstiegsfavoriten LOK Bernau
Nach der Heimniederlage gegen Hagen ist vor der Auswärts-Herkulesaufgabe in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord. Der Blick der Uni Baskets Münster richtet sich ab Sonntag auf die Top-Auswahl von LOK Bernau. Am Freitag reist das Team von Götz Rohdewald bis wenige Kilometer nordöstlich der Berliner Stadtgrenze und ist am Samstagabend zu Gast zum Spitzenspiel beim Tabellenführer in der 2024 eröffneten Sparkassen-Arena Bernau (Tickets). Hochball ist um 19.00 Uhr, der Basketball-Streamingkanal SPORTEUROPE.TV überträgt wie gewohnt live – zudem kostenlos.
Die nächsten Spiele der Uni Baskets
LOK Bernau – Uni Baskets (Samstag, 17.10., 19.00 Uhr)
Uni Baskets – SC Rist Wedel (Samstag, 24.10., 19.30 Uhr, Tickets)
Rostock Seawolves Academy – Uni Baskets (Samstag, 31.10., 18.30 Uhr)
Uni Baskets – SG Braunschweig (Sonntag, 08.11., 18.00 Uhr, Tickets)
Iserlohn Kangaroos – Uni Baskets (Freitag, 13.11., 19.00 Uhr)
Double-Header mit Ticket-Special
Uni Baskets – Hertner Löwen (Sonntag, 15.11., 18.00 Uhr) und
Spinto Münsterland – RBC Köln 99ers (Sonntag, 15.11., 14.00 Uhr, Ticket-Special)










