
Uni Baskets verlieren in der Crunchtime 85:87
10. Oktober 2026(ts) Eine bittere Woche liegt hinter den Uni Baskets. Nach dem gelungenen Saisonstart erst der Ausfall des Leistungsträgers Boe Nguidjol, dann die 85:87-Niederlage gegen die BBA Hagen Kodiaks. Alle Warnungen vor diesem Gegner halfen nichts. Erst im Verlauf des Spiels kamen die Münsteraner besser mit dem Gegner zurecht. So ordneten einige Protagonisten der Partie das Spiel in der Mixed Zone und Pressekonferenz ein. Die Stimmen.
Trainerstimmen
Götz Rohdewald, Cheftrainer der Uni Baskets: „Ich habe der Mannschaft vor dem Spiel gesagt, dass die Hagener bisher nicht getroffen haben und wir sie sehr ernst nehmen müssen. Wenn sie einmal treffen, ist das eine sehr unangenehme und schwer zu spielende Mannschaft. Und wir kommen sehr schlecht ins erste Viertel. Sie treffen zwar auch jeden Dreier im ersten Viertel, aber wir geben ihnen alles, was sie haben wollen. Das haben wir im Verlauf des Spiels besser gemacht. Bei den Freiwürfen haben wir so viel liegen lassen und geben am Ende so viele Offensivrebounds dem Mckay, denen generell.
Das waren die drei großen Themen im Spiel: das erste Viertel, die Rebounds und die Freiwürfe. Das ist vor allem Fokus und die Einstellung und seinen Mann vorher findet. Gerade, wenn du so eine unangenehme Mannschaft reinkommen lässt in ihr Spiel und ihnen ein gutes Gefühl gibst, baut sie das auf. So mussten wir die ganze Zeit dem Rückstand hinterherrennen. Normalerweise ist Ausgeglichenheit unsere Stärke. Heute haben wir es nicht geschafft, das auf das Parkett zu bringen.“
Ingo Freyer, Cheftrainer der Hagen Kodiaks: „Wir sind sehr, sehr gut in das Spiel gestartet. Das hat uns so einen kleinen Puffer gegeben, von dem wir die ganze Zeit gezehrt haben. Die nächsten drei Viertel waren einigermaßen ausgeglichen. Das war gut, dass wir das so gestalten konnten. Am Ende haben wir auch die richtigen Würfe getroffen. Auf der anderen Seite natürlich genauso. Es war ein ganz schönes Hin und Her. Ich bin froh, dass wir in so einem schwierigen Spiel wie in Münster gewinnen konnten und Zeichen setzen konnten, dass wir konkurrenzfähig sind in der Liga.“
Spielerstimmen
Kapitän Cosmo Grühn: „Für uns ist wichtig zu lernen: So wird jedes Spiel sein. Gegen ein Team, das eine kurze Rotation spielt, das größentechnisch und vom Talent unterlegen sein wird, wo man als klarer Favorit reingeht. Dann werden die Gegner so spielen: viel Druck machen, keine Angst haben und in der Defensive werden sie so aggressiv spielen, wie es nur geht, weil sie nichts zu verlieren haben. Wir müssen eine gewisse Resilienz finden gegen diesen Druck, gegen dieses „Mir egal des Gegners“, wie wir dagegen mit mehr Kontrolle und Ruhe spielen, die mehr Souveränität ausstrahlt als heute.
Du bereitest Dich eine Woche auf das Spiel vor und dann passiert genau das, wovor Du warnst: Die werden viele Dreier werfen, die werden zum Korb gehen. Und dann passiert im ersten Viertel genau das: Sie machen 23 Punkte mit Dreiern und Freiwürfen nur im ersten Viertel. Wir kommen nicht gut ins Spiel rein.“
Adam Touray (31 Punkte, Karrierebestwert): „Das war für uns eine toughe Woche mit dem Ausfall von Boe. Wir müssen jetzt auf ihn verzichten. Er hätte uns auf jeden Fall heute geholfen. Meine 31 Punkte sind schön, aber der Sieg wäre mir natürlich lieber gewesen. Defensiv war das heute eine der schlechtesten Leistungen mit unserer neuen Mannschaft. Das ist der eine Punkt, an dem wir jetzt hart arbeiten müssen. Es gibt jetzt aber auch keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Es ist noch sehr früh in der Saison. Nächste Woche geht es weiter.
Bei den Rebounds war es eine Einstellungssache. Gefühlt waren wir da heute nicht bereit genug gewesen. Wir haben viel daran gearbeitet, wussten, dass die athletisch und physisch sind, sind aber heute nicht gut rausgekommen. Wir haben uns die Woche darauf vorbereitet, was die Hagener in den letzten Spielen gemacht haben. Dann haben die einen komplett anderen Gameplan. Da haben wir uns schwergetan, ins eigene Spiel zu finden. In der zweiten Hälfte sind wir dann offensiv nach ein paar Anpassungen viel besser reingekommen.“







