
Mit Resilienz zum Tabellenführer und Aufstiegsfavoriten
15. Oktober 2026
„Wir haben ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht.“
18. Oktober 2026(ts) Eine Defensivvorstellung wie gemalt, taktisch diszipliniert und hoher Fokus über 40 Minuten: Die Uni Baskets Münster gewannen das Topspiel der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB am Samstagabend bei LOK Bernau in überzeugender Manier 82:74 (48:38). Vor 1.320 Fans in der Sparkassen-Arena geriet der neue Tabellenzweite nach furiosem Start zur 23:10-Führung in den restlichen 31 Spielminuten nie ernsthaft in Gefahr. Nach der schweren letzten Woche melden sich die Uni-Städter am 4. Spieltag mit dem dritten Saisonsieg eindrucksvoll zurück.
Gameplan glänzend umgesetzt – 13:1-Start
Cheftrainer Rohdewald hatte seinen kompletten Kader mit Ausnahme des Langzeitverletzten Nguidjol an den Rand Berlins mitgenommen. Die Uni Baskets waren ab der ersten Sekunde richtig gut in der Partie, sehr präsent und defensiv extrem fokussiert – über die gesamte Spieldauer. Neun Defensivrebounds gegen den gefürchteten Bernauer Frontcourt in den ersten zehn Minuten waren ein Statement – zugleich das Fundament für die 14:3-Gästeführung nach dem dritten erfolgreichen Münsteraner Dreier in Folge (5.). Zweimal Emmanuel Bandoumel und Cosmo Grühn hatten präzises und schnelles Passspiel aus der Distanz vollendet. In der Transition beschleunigten die Uni Baskets und brachten LOK in Verlegenheiten (10:23, 9.). Nach Lukas Freitags energischem Nachsetzen am offensiven Brett zum Korbleger hatte immerhin eine Münsteraner 9-Punkte-Führung nach dem Auftaktviertel Bestand (16:25).
Top Ballvortrag
Das Dreipunktsspiel von Adam Touray und der nächste Dreier von Emmanuel Bandodumel erstickten Bernauer Hoffnungen zu Beginn des zweiten Abschnitts weiter. Die 14-Punkte-Führung war die höchste der ersten Halbzeit (16:30, 11.)). Über die ungemein konzentrierte Vorstellung auch im Ballvortrag (nur vier Turnover in der ersten Halbzeit) hielten die Uni Baskets ihre Struktur. 15:7 Rebounds für die Gäste nach 15 Minuten waren hilfreich, auch notwendig, um den Momentumwechsel zugunsten intensiv aufspielender Brandenburger zu verhindern. Oliver Pahnkes Distanztreffer kurz vor der Pause bedeutete weiterhin eine wohltuende zweistellige Führung zum Seitenwechsel (38:48).
15 Punkte höchster Münsteraner Vorsprung
Götz Rohdewalds Kabinenansprache dürfte unter anderem hohen Fokus auch nach Wiederbeginn angemahnt haben. Erfolgreich. Denn der gelang wie zum Beleg bis zum 15-Punkte-Vorsprung – dem höchsten des Topspiels – nach dem Korbleger des unbeindruckt spielenden Youngsters Lukas Freitag blendend (38:53 (23.). Einziges Manko des Abends: Die Quote gut herausgespielter, häufig auch freier Dreier ging in den Keller. LOK schnupperte im fortan Abnutzungskampf am Momentumwechsel (52:57, 27.), bekam ihn aber nicht. Die Uni Basktes hatten immer wieder rechtzeitig passende Antworten. Der sehr agile Nelson Okafor hatte etwas dagegen, stoppte die Aufholjagd am offensiven Brett. Münsteraner Entschlossenheit hielt die Führung vor dem Schlussviertel bei acht Zählern (56:64).
Touray wieder mit 25 Punkten
Weiterhin gutes Rebounding, kaum Ballverluste, lediglich deren zehn am Ende, und die nötige Portion Cleverness und Nervenstärke: Der schöne Vorsprung hielt nicht nur über das gesamte Schlussviertel, Thorben Döding baute ihn gar per Korbleger noch einmal gut dreieinhalb Minuten vor der Schlusssirene auf 13 Punkte aus. Bernau war gebrochen, Adam Touray erneut Topscorer der Partie mit 25 Punkten.
2. Basketball Bundesliga ProB – 4. Spieltag
LOK Bernau – Uni Baskets Münster 74:82 (16:25/38:48/56:64)
Uni Baskets Münster:
Bandoumel (20/4), Döding (2), Dilschmann (2), Merz (7, 8 Reb.), Schmorleiz (2), Freitag (4),, Dertmann, Pahnke (3/1), Touray (25, 7 Reb.), Okafor (6), Grühn (11/2, 8 Reb.)
Topscorer LOK Bernau:
Pechacek (12/1)
Viertelergebnisse:
16:25 / 22:23 / 18:16 / 18:18
Zahlen & Fakten:
Zweier-Quote: 45% (LOK Bernau) / 50% (Uni Baskets); Dreier-Quote: 38% / 27%; Freiwurf-Quote: 64% / 61%; Assists: 18 / 15; Rebounds: 33 / 43; Turnover: 16 / 10
Schiedsrichter:
Holtermann, Glosemeier
Zuschauer:
1.320 (Sparkassen-Arena, Bernau)
Heimspiel gegen den SC Rist Wedel
Am kommenden Samstag sind die Uni Baskets und ihre Fans erneut richtig gefordert: Dann haben die Münsteraner den SC Rist Wedel zu Gast, der mit weißer Auswärtsweste – 101:97 nach Overtime bei den BBA Hagen Kodiaks und 90:67 bei den Rostock Seawolves – im Rücken anreisen wird. Es gibt online weiterhin Tickets für das Heimspiel in der Halle Berg Fidel. Die Freikarten für Studierende in den Studi-Blöcken werden wie gewohnt am Dienstag um 18.00 Uhr freigeschaltet.







