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15. September 2026(ts) Neuzugang Boe Nguidjol stammt aus einer Profifußballer-Familie. Naheliegend zunächst der Wunsch, ebenfalls den Weg des Berufsfußballers einschlagen zu wollen. Ein Spaziergang in einem Park in den USA veränderte alles. Während einer Medienrunde sprach der 26-jährige Small Forward unter anderem über seine drei prägenden Stationen im College-Basketball, eine längere Ausfallzeit und sein neues Team in Münster.
Neuzugang Boe Nguidjol über …
… seine ersten Eindrücke der neuen Mannschaft: „Ich freue mich schon sehr auf die kommende Saison. Wir haben bereits drei Testspiele bestritten, und allein anhand dieser wenigen Spiele kann ich schon sehen, wie gut wir als Team zusammen spielen. Ich bin wirklich gespannt auf das Potenzial unserer Mannschaft. Wir sind sowohl auf als auch abseits des Spielfelds eine gute Truppe. Wie beim Media-Day zu sehen, lachen wir, machen Fotos voneinander und albern auch gerne mal herum. Unser Spirit ist richtig gut.“
… vom Traum Fußballprofi zum Basketballer: „Ich war zunächst Fußballspieler. Mein Vater hat professionell gespielt, also war das auch mein Traum. Er hat in England gespielt, in China, in Irland und an einigen anderen Orten. Mein Traum war, es bis in die Premier League zu schaffen und für Chelsea zu spielen. Und dann wurde ich immer größer, lief durch einen dieser großen Parks in Amerika in meiner Nachbarschaft. Dort gab es eine Sporthalle. Ich bin einfach reingegangen und habe angefangen, Basketball zu spielen, und dachte mir: ‚Mann, das probier ich mal aus‘, und habe mich in diesen Sport verliebt. Mein Vater liebt mich und unterstützt mich immer, egal was ich mache. Er hat gemerkt, dass ich unbedingt Basketballer sein wollte.“
… seine Verbindungen nach Europa: „In Los Angeles bin ich zwar geboren und aufgewachsen, weil meine Eltern nach der letzten Station meines Vaters als Fußballprofi und seinem Karriereende in den USA geblieben sind. Aber wir haben Europa oft besucht, zum Beispiel Frankreich oder London, um die Familie zu Hause zu besuchen. Meine Mutter, meine Schwester, mein Onkel und meine Tante sowie viele Freunde leben noch in England. Für mich ist es ziemlich angenehm, jetzt hier zu sein, weil ich an die Umgebung und das Lebensgefühl gewöhnt bin. In Deutschland bin ich zum ersten Mal.“
… über seine Zeit im College-Basketball: „Ich habe erst zwei Jahre vor meinem College-Start im Alter von 15, 16 Jahren angefangen, Basketball zu spielen. Und dann hat Gott mir die Chance geschenkt, an der University of Detroit Mercy in der Division I Basketball zu spielen. Von dort bin ich an eine Hochschule, Prairie View A&M, in Texas gewechselt. Anschließend habe ich meine College-Karriere an der Union University in Jackson, Tennessee, beendet. Dort habe ich angefangen, mir einen Namen zu machen und meine Basketballkarriere in Schwung zu bringen.“
… über unterschiedliche Erfahrungen College-Basketball: „Aus drei verschiedenen Universitätsteams mit unterschiedlichen Trainern habe ich unterschiedliche Erfahrungen mitnehmen können. Jedes System, jede Umgebung, in der ich gespielt habe, hatte einen anderen Basketballstil. An meiner Schule in Detroit hatten wir einen sehr produktiven Basketballstil. Bei Prairie View hatten wir ein sehr defensiv ausgerichtetes, fokussiertes Umfeld, um eine Meisterschaft zu gewinnen. Anschließend in der Division II habe ich den offensiven Basketball wirklich verstanden. So viele verschiedene Aspekte aus unterschiedlichen Perspektiven haben mich zu einem versierten, kompletten Spieler werden lassen. Wenn ich darauf zurückblicke, bin ich einfach glücklich, wie es gelaufen ist.“
… über seine längere Ausfallzeit nach einer Verletzung in der zweiten Profisaison in Spanien: „Wenn ich jetzt darauf zurückblicke, bin ich froh darüber, wie alles gelaufen ist. Denn die Ausfallzeit war eine gute Gelegenheit für mich, über mich selbst nachzudenken – und darüber. Jeder macht schon einmal eine schwierige Situation im Leben durch, in der man erst einmal einen Schritt zurücktritt und sich fragt: „Mann, was mache ich hier eigentlich? Was soll ich denn jetzt tun?“ Es klingt vielleicht seltsam, das zu sagen: Aber ich glaube, dass dadurch noch bessere Zeiten vor mir liegen. Ich weiß jetzt genau, welchen Weg ich weiter gehen will.“
… über seine Charakteristik als Basketballer: „Ich bin mit Größe und Schnelligkeit gesegnet. Ich habe die athletischen Fähigkeiten, sowohl die kleineren als auch die größeren Spieler auf dem Platz zu verteidigen – dank meiner Größe. Ich habe im Laufe der Jahre einen ziemlich guten Sprungwurf entwickelt. Mein Basketball-IQ hat sich durch all die verschiedenen Spielsituationen, die ich vom College bis hin zu meinen Einsätzen in Spanien erlebt habe, natürlich gesteigert.
… über seine nächsten Schritte als Profi: „Ich möchte ein noch kompletterer Profi werden. Dazu gehören auch die mentalen Aspekte des Spiels, ruhig zu bleiben. Ich meine damit die unterschiedlichen Facetten und Phasen des Spiels: Ist es ein wirklich hartes Spiel mit hohem Druck, muss man sich mental ständig anpassen, auch an die jeweiligen Spielverläufe. Das bedarf mentaler Stärke. Mental noch stärker zu werden möchte ich erreichen.“
… über seine bisherigen und ersten Eindrücke des deutschen Basketballs: „Ich habe erst drei Testspiele absolviert und trainiere seit vier Wochen im deutschen Basketball. Mir gefällt die hohe Physis – die ist hier wirklich hoch. Mir gefällt der deutsche Basketball deshalb wirklich gut, weil ich hier mein Talent gut zur Geltung bringen kann. Auf dem Feld herrscht viel Disziplin. Das unterscheidet sich sehr von Spanien, wo es eher ein System mit Set Play, Set Play, Set Play ist. Hier spielen wir, vielleicht liegt es auch nur daran, dass es unser Team ist, mit einer sehr flüssigen, auf Teamgeist ausgerichteten Offensive.“








