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5. September 2026(ts) Nelson Okafor war als zweiter Neuzugang schon früh im Sommer nach Münster gezogen. Während einer Medienrunde sprach der 23-jährige Center unter anderem über den ihm zusagenden Spielstil der Uni Baskets, frühere Duelle mit Adam Touray und sein Mindset aus 11 Jahren Basketball in Ludwigsburg.
Neuzugang Nelson Okafor über …
… seine ersten Wochen in Münster: „Ich bin schon seit zwei Monaten in Münster, weil ich es mag, wenn ich irgendwo neu hingehe, dass ich mich früh wohlfühle und alles kennenlerne. Ich habe auch schon in der Offseason mit einigen Jungs trainiert.
… seine ersten Eindrücke zur Stadt Münster: „Ich mag Münster, was die Stadt und die Menschen angeht. Ich komme aus der Nähe von Stuttgart. Die Menschen hier sind anders. Sie sind hier offener, was mir gleich aufgefallen ist. Dann die Fahrradstadt. Ich kam den ersten Tag hier angefahren und habe die Tür ein bisschen früh aufgemacht. Zack, kam mir fast ein Fahrradfahrer entgegen. Von unserer Wohnung komme ich überall hin, habe kurze Wege, kann fast überall hinlaufen. Es gibt sehr viele Bäume und Gärten in der Innenstadt, in die Du gehen kannst. Ich mag den Aasee und bin da abends gerne.“
… über den Wechsel nach Münster und die früheren Duelle gegen Nürnberg mit dem Gegenspieler Adam Touray: „Die Art und Weise, wie wir spielen wollen, das schnelle Spiel, dieser Spielstil gefällt mir. Der passt perfekt zu mir. Das ist auch der Grund, warum ich hierhergekommen bin. Helge hat mich in den Gesprächen sehr gut überzeugen können. Mir gefällt die Gestaltung der Trainingseinheiten von Götz und seinem Trainerteam. Ich kann mich ans erste Spiel gegen Adam noch gut erinnern. Er war der erste Gegenspieler, der so ähnlich wie ich war, natürlich mit mehr Erfahrung. Adam war überall auf dem Feld. Da musste ich mich gegenüber den anderen Duellen mit den Big Men schon anpassen.“
… über seinen Weg in den Basketball: „(lacht) Mein Jungentraum als VfB-Fan war natürlich anfangs, beim VfB Stuttgart in der Bundesliga zu spielen. Ich war zunächst ein relativ guter Leichtathlet und im deutschen Süd-Kader. Ich war schon früh recht groß, als mich jemand vom Basketball aus Ludwigsburg zum Training einlud. Gleich in der ersten Woche habe ich beim Training meine Liebe für den Basketball entdeckt. Der war sofort ein cooler Sport. Im Alter von 9 bis 12 Jahren habe ich Leichtathletik, Fußball und Basketball gemacht und auch Tennis gespielt. Mit 12 Jahren habe ich entschieden, dass ich nur Basketball spielen möchte, weil es sonst neben der Schule zu viel geworden wäre.“
… über seine sportliche Entwicklung am Basketballstandort Ludwigsburg in der Porsche-Akademie: „Eine coole Zeit. U14, JBBL und NBBL habe ich in Ludwigsburg verbracht. Wir waren mit meinem Jahrgang in meinem ersten JBBL-Jahr im deutschen TOP4, auch sonst immer oben dabei. Wir hatten einen super Kader. Mit Ariel Hukporti, der mit den New York Knicks gerade als dritter Deutscher den NBA-Titel gewonnen hat und nun bei den Philadelphia 76ers spielt, mit den Brüdern Johannes und Jacob Patrick. Wir hatten immer große Konkurrenz im Training. Dieses Mindset, das ich da bekommen habe, war schon sehr, sehr wichtig für meine weitere Karriere.“
„Ein Wunsch ist natürlich, eine Meisterschaft zu gewinnen.“
Nelson Okafor, Neuzugang der Uni Baskets
… über seinen Wechsel in die Serie C nach Italien: „Ich hatte am Ende in Ludwigsburg ein Jahr, wo ich lange verletzt war. Mir stellte sich die Frage: Spiele ich nicht mehr so ernst oder wage ich einfach einen Schritt? Nach elf Jahren in Ludwigsburg hatte ich Lust, woanders hinzugehen. Ganz so neu war Italien für mich nicht, weil ich dort auch Familie habe. Und Italien ist ein schönes Land. Das waren sehr interessante Erfahrungen, die ich gemacht habe, mit einem Aufstieg in die Serie B.“
… über seinen nächsten Schritt in die ProA nach Nürnberg: „In Italien kann man nur mit zwei Ausländern spielen und da habe ich immer als 19-Jähriger mit Spielern konkurriert, die dort 10 Jahre professionell gespielt haben. In Deutschland habe ich den Vorteil, als Deutscher zu spielen. Die Zeit in Nürnberg war eine gute Erfahrung. Es war nur schwierig mit der Spielzeit auf meiner Position, weil ich noch ein Rookie war und wir drei Spieler für diese hatten. Aber es war ein wichtiger Schritt für mich, um viel zu lernen, wie das in einem ProA-Team funktioniert. Ich habe zum Beispiel viel von den älteren Spielern wie Julius Wolf, der jetzt in Kirchheim mit Paul Viefhues zusammenspielt, lernen können. Auch noch von Basti Doreth in seinem letzten Jahr.“
… über die den Schritt in die ProB Süd nach Fellbach: „Ich bin in der zweiten Saison in Nürnberg früher gegangen, weil ich eine schwierige private und basketballerische Lebensphase hatte. Es konnte nicht sein, dass ich so viel in den Basketball investiert habe, ins Ausland gegangen bin, um dann nichts draus zu machen. So bin ich lieber in die ProB gegangen, um eine größere Rolle zu haben, was dann auch so war. Ich habe wieder diese Liebe zum Sport gefunden.“
… über seine basketballerischen Stärken und Schwächen: „Ich muss weiter an meinem Wurf arbeiten, damit er konstant wird. Eine Stärke liegt darin, die Positionen Eins bis Fünf verteidigen zu können, was nicht viele Bigs können. Für meine Größe bin ich auch relativ schnell.“
… über Erwartungen, Ziele und Wünsche für die Saison mit den Uni Baskets: „Ein Wunsch ist natürlich, eine Meisterschaft zu gewinnen. Ich hab noch nichts wirklich Großes gewonnen. Kleinere persönliche Ziele habe ich aber auch, wie zum Beispiel einfach, dass ich an mir viel in diesem Jahr arbeiten kann. Mit der Mannschaft möchten wir das Beste aus der Situation machen, in der wir gerade sind. Wir sind schon auf einem guten Weg. Testspiele sollte man nicht überbewerten, aber für die Kürze der Vorbereitung sahen die schon gut aus. Dazu kommt jeder mit jedem gut klar. Das ist auch eine der ersten Male für mich, zu erleben, dass auch die Ausländer mit den Deutschen so gut harmonieren. Jeder ist wirklich mit jedem. Das ist sehr wichtig.“









